„Das Abrocken ist meine Stärke“

Rotenburgs Aerobic-Talent Livia Günter will zur EM

Die 15-jährige Livia Günter ist fast jeden Tag in der Sporthalle – das Aerobic-Talent des TuS Rotenburg will schließlich zur EM. - Foto: Knodel
+
Die 15-jährige Livia Günter ist fast jeden Tag in der Sporthalle – das Aerobic-Talent des TuS Rotenburg will schließlich zur EM.

Rotenburg - Die 15-jährige Aerobicturnerin Livia Günter (TuS Rotenburg) kann schon einige Erfolge vorweisen – und möchte jetzt noch mehr! Sie nimmt aktuell am Nominierungsverfahren für die Europameisterschaft 2019 und die Weltmeisterschaft 2020 teil.

Das DTB-Zentrum Nord schickt ein Team aus fünf Sportlerinnen ins Qualifikationsrennen. Für die Choreografie wurde extra die Ungarin Dora Hegyi engagiert, die dem Team mit ihrer großen internationalen Erfahrung unter die Arme greift. Trainerin und Zentrumsleiterin Maike Sondermann hofft, dass Livia Günter es ins Team schafft. Eine zweite Chance auf die EM hat sie mit dem neuen Dance-Projekt. Im Interview stellt sich das Talent unseren Fragen.

Mit wie viel Jahren haben Sie mit der Aerobic angefangen?

Livia Günter: Richtig eingestiegen bin ich relativ spät. Mit elf Jahren habe ich 2015 meinen ersten Wettkampf besucht. Die meisten Nachwuchssportler fangen heute schon mit fünf oder sechs Jahren an. Ich hatte mit sechs auch schon einmal kurz reingeschnuppert, mich dann aber voll auf Tennis konzentriert, das ich auch leistungsorientiert betrieben habe. Als dort die nötige Förderung ausblieb, bin ich durch eine Freundin wieder zum Aerobicturnen gekommen.

Das hat sich gelohnt. Was sind die größten Erfolge?

Günter: Bisher habe ich zwei Deutsche Jugendmeistertitel errungen – im vergangenen Jahr mit der Gruppe der Altersklasse zwölf bis vierzehn Jahre, dieses Jahr im Dance- Team der Altersklasse zwölf bis siebzehn Jahre. Aber mein bisheriges Highlight war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in diesem Jahr, bei der ich den fünften Platz erreicht habe.

Und was sind die wichtigsten sportlichen Ziele in Zukunft?

Günter: Mein oberstes Ziel ist es, bei jedem Wettkampf möglichst fehlerfrei durch die Übung zu kommen, also die Leistung aus dem Training abzuliefern. Langfristig würde ich sehr gerne noch ein paar Deutsche Meistertitel auf meine Bilanz schreiben und mich im nächsten Jahr für die Europameisterschaft qualifizieren.

Wie viel Training ist nötig, um die Ziele zu erreichen?

Günter: Unter der Woche trainiere ich momentan viermal je zweieinhalb Stunden. Dazu kommen pro Monat drei Wochenenden, an denen ich für zwei Tage nach Hannover oder Riesa fahre, um dort mit meinen Kooperationsteams zu trainieren. Da kommen dann auch mal Trainingseinheiten von vier bis acht Stunden zusammen.

Bleibt da nicht so manches auf der Strecke und was sagen Ihre Eltern dazu?

Günter: Meine Eltern unterstützen mich sehr, natürlich so lange es in der Schule läuft. Aber das bekomme ich ganz gut unter einen Hut. Und mich mit Freunden treffen – das kriege ich meist auch irgendwie hin. Natürlich verpasse ich ab und zu mal etwas, das ist halt so, damit komme ich klar. In diesem Jahr habe ich allerdings auf unsere Klassenfahrt verzichtet, da die vor unserer Deutschen Meisterschaft lag.

Was macht Ihnen am meisten Spaß, was weniger?

Günter: Am meisten Spaß machen die Wettkämpfe, vor allem, wenn man das Geübte aus dem Training auch umsetzen kann. Außerdem muss man sich im Wettkampf voller Energie präsentieren. Dieses Abrocken, wie ich es nenne, ist meine große Stärke. Von der Sportart her gefallen mir am meisten die Beweglichkeitselemente und die Sprünge. Stütze, bei denen es mehr auf die Kraft ankommt, liegen mir nicht so. Außerdem ist es mir wichtig, dass im Team eine tolle Stimmung herrscht und alle an einem Strang ziehen. 

nk

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Bill und Melinda Gates lassen sich scheiden

Vettel ohne Chance bei nächstem Hamilton-Sieg

Vettel ohne Chance bei nächstem Hamilton-Sieg

Linke Demos zum 1. Mai - Krawalle in mehreren Städten

Linke Demos zum 1. Mai - Krawalle in mehreren Städten

RB Leipzig kämpft sich ins Pokalfinale - Kohfeldt bleibt

RB Leipzig kämpft sich ins Pokalfinale - Kohfeldt bleibt

Meistgelesene Artikel

Wieder Training am DFB-Stützpunkt in Zeven

Wieder Training am DFB-Stützpunkt in Zeven

Wieder Training am DFB-Stützpunkt in Zeven
Kapitän Hausdorf steigt beim Oberligisten TuS Rotenburg aus

Kapitän Hausdorf steigt beim Oberligisten TuS Rotenburg aus

Kapitän Hausdorf steigt beim Oberligisten TuS Rotenburg aus
Rotenburger SV gelingt mit Keeper Gies ein Königstransfer

Rotenburger SV gelingt mit Keeper Gies ein Königstransfer

Rotenburger SV gelingt mit Keeper Gies ein Königstransfer
Schneller als die Polizei erlaubt

Schneller als die Polizei erlaubt

Schneller als die Polizei erlaubt

Kommentare