Rotenburger Untergang gestern Abend in Verden / Frühes Rot für Wulff fatal

0:7 – Fitschens „Verpisser“

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Szene mit Symbolcharakter: Verdens Patrick Zimmermann im Vorwärtsgang, während Rotenburgs Jelle Röben (14) und Jannis Niestädt fast in Ehrfurcht erstarren. Die Allerstädter fertigten den Oberliga-Absteiger am Mittwochabend 7:0 ab.

Verden - Von Ulf von der Eltz. Strahlende Sieger auf der einen Seite und Spieler, die wie geprügelte Hunde vom Platz schlichen, auf der anderen – das sagte mehr aus als tausend Worte: Im Landesliga-Derby fertigte der FC Verden 04 den Rotenburger SV gestern Abend 7:0 (3:0) ab.

Damit fuhr der Aufsteiger die ersten Saison-Punkte ein, während der Oberliga-Absteiger die Tabellenführung zumindest bis Sonntag verschenkte. „Es ist alles aufgegangen, unser Mut zur Offensive wurde belohnt. Die Mannschaft hat die Rotenburger Schwächen gut erkannt und prima ausgenutzt“, freute sich FC-Coach Ziad Leilo über die grandiose Heim-Premiere vor selten gesehenen 350 zahlenden Zuschauern.

Völlig geknickt kauerte sein Trainer-Pendant Jan Fitschen auf seiner Bank, bevor er zum Rundumschlag ausholte: „Wir waren über 90 Minuten nicht auf dem Platz. Keine Bereitschaft, kein Zweikampfverhalten, viel zu viel Angst – da darf man sicher über so eine Klatsche nicht wundern. Einige haben sich eindeutig verpisst.“ Dabei hatten die Gäste die große Chance zur Führung gehabt, aber Patrick Peter schob die Kugel nach Konter am langen Eck vorbei (4.).

In der Folge wurde der RSV von aggressiven Verdenern so richtig vorgeführt. Talent Luca Homann markierte auf Zimmermann-Vorarbeit mit sehenswertem Schuss aus 16 Metern in den Winkel das 1:0 (11.). Und Rotenburg bastelte selbst an der Demontage mit: Langer Ball von Philipp Breves, Gäste-Verteidiger Mathis Wulff hielt den davonstürmenden Patrick Zimmermann fest – Rot wegen Notbremse (29.). Völlig unnötig, weil Keeper Karim Attia die Kugel wohl erreicht hätte. „Wir wussten, dass sie Probleme haben, wenn wir sie in die Laufduelle zwingen“, sah sich Leilo bestätigt. Die Domstädter kamen auch durch zwei gute Möglichkeiten von Maximilian Schulwitz (34.) und Jelle Röben (38.) nicht mehr vom Weg ab. Per Doppelschlag entschied der FC das Derby noch vor der Pause: Bei Steen Burfords Kopfball nach Schmude-Ecke blieb Timo Kanigowskis Rettungsversuch auf der Linie erfolglos – 2:0 (41.). Jonathan Schmude selbst stolperte einen Pass durch die Mitte zum 3:0 ins Netz (43.). Beim Zusammenstoß mit dem Schützen verdrehte sich Attia das Knie und musste durch Henner Lohmann ersetzt werden.

Hälfte zwei geriet zum Entzücken der FC-Fans zum Torfestival: Zimmermann per Kopf nach Super-Vorarbeit von Schmude zum 4:0 (60.), der hungrige Homann mit seinem zweiten Treffer zum 5:0 (70.) sowie Achmed Turgay zweimal freistehend zum 7:0 (75., 88.) düpierten einen RSV, der sich in sein Schicksal ergab. Und Verdens Leilo zum Träumen brachte: „So können wir Großes erreichen.“

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