Rotenburger Triathlet peilt beim Ironman eine Zeit von unter 9:50 Stunden an / „Liegt im machbaren Bereich“

Halatsch will über Brasilien nach Hawaii

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Fit für Brasilien: Nils Halatsch ist gestern mit Rennrad Richtung Südamerika aufgebrochen.

Rotenburg - 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss noch ein Marathon – es gibt nicht viele Sportler, die bereit sind, die Grenzen ihres eigenen Körpers so auszutesten, wie es die Starter bei einem Ironman tun. Niels Halatsch ist einer von ihnen. Der 26-Jährige flog gestern Richtung Brasilien und startet am 9. November beim Ironman Fortaleza. „Nach so einer langen und intensiven Vorbereitungszeit bin ich wirklich froh, wenn es endlich losgeht“, so der Triathlet des TuS Rotenburg.

Vor ungefähr einem Jahr habe er damit begonnen, sich konkret auf diesen Wettkampf vorzubereiten. In der Hochphase sei er auf bis zu 22 Trainingsstunden pro Woche gekommen. „Klar gibt es dann auch mal Phasen, in denen man nicht unglaublich viel Lust hat, die nächste Rad- oder Laufeinheit zu absolvieren. Man beißt sich aber trotzdem durch, da man ja ein konkretes Ziel vor Augen hat und dafür alles in die Waagschale wirft“, erklärt Halatsch entschlossen.

In Brasilien sei eine Zeit unter 9:50 Stunden sein erklärtes Ziel. Dann nämlich hätte er die Qualifikationszeit für den wohl bekanntesten Ironman auf Hawaii geschafft. „Es ist ein absoluter Traum von mir, dort mal an den Start zu gehen. Nach meiner Vorbereitungszeit liegt das durchaus im machbaren Bereich“, zeigt sich Halatsch recht selbstbewusst.

Ausschlaggebend bei solch einer immens hohen Anforderung an den eigenen Körper sind für ihn mehrere Punkte: „Natürlich ist es erst einmal extrem wichtig, dass man lernt, sich seine Kraft richtig einzuteilen. Dann kommt noch dazu, dass man meiner Meinung nach immer versuchen sollte, sich positive Gedanken zu machen. Wenn man bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit 180 Kilometer mit Rennrad gefahren ist und vorher schon schwimmen war, sollte man sich trotzdem auf den Marathon freuen. So absurd das auch klingen mag. Dass man bereit ist, über seine Grenzen zu gehen, ist eine Grundvoraussetzung.“

Als Unterstützung ist auch die Familie in Brasilien dabei. „Das bedeutet mir schon sehr viel und gibt mir hoffentlich noch einen Extraschub“, freut sich Niels Halatsch über seinen hauseigenen Fan-Club.

lek

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