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Zwei Minuten ärgern Mickelat ‒ RSV scheidet im Achtelfinale aus

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Von: Matthias Freese

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Jermain Peacock (vorne, gegen Tobias Kopner) war einer von zwei U 16-Spielern, die Coach Björn Mickelat im Pokalspiel gegen Westercelle einsetzte.
Jermain Peacock (vorne, gegen Tobias Kopner) war einer von zwei U 16-Spielern, die Coach Björn Mickelat im Pokalspiel gegen Westercelle einsetzte. © Freese

Im Pokal-Achtelfinale ist den U18-Fußballern des Rotenburger SV keine Überraschung gelungen. Der Bezirksligist unterlag dem VfL Westercelle mit 1:4.

Rotenburg – Am Ehrgeiz und Einsatz lag es keineswegs. Deutlich wurde das auch in der 72. Minute, als Manuela Schreier, die einzige Spielerin auf dem Platz, zur Sense ansetzte und für ihr Foul an der Seitenlinie die Gelbe Karte von Referee Niklas Opitz (SV Jeersdorf) bekam. „Sie hat jeden Zweikampf gewonnen. Gut, der eine war ein bisschen überhart“, stellte Coach Björn Mickelat lobend und leicht schmunzelnd fest. Am Ende schieden seine U 18-Fußballer des Rotenburger SV jedoch im Achtelfinale des Bezirkspokals zu Hause mit 1:4 (1:2) gegen den klassenhöheren Landesliga-Zweiten VfL Westercelle aus.

„Westercelle hatte einfach die reifere Spielanlage. Wir haben zu tief gestanden und keinen Druck auf den Ball bekommen“, analysierte Mickelat und verwies auf „die zwei Minuten in der ersten Halbzeit, die entscheidend waren.“ Da kassierte sein Bezirksligist in der 18. und 20. Minute zwei Gegentreffer – und futsch war die 1:0-Führung, die Leif Gieseke kurz zuvor erzielt hatte (14.). Erst glich Mahir Quto aus, dann war es ein Strafstoß, den Silas Dickmann für Westercelle verwandelte. „Wieder ein Elfmeter“, ärgerte sich Mickelat. „Das werden langsam zu viele, das müssen wir abstellen.“

Nach der Pause brachte der Coach neben Keno Saathoff zunächst den U 16-Spieler Jermain Peacock und später auch dessen Teamkollegen Mika Bacinovic. „Die beiden hatten ein gutes Tempo und haben einen guten Job gemacht“, lobte Mickelat.

Müller mit der besten Chance ‒ Ball landet an der Latte

Allerdings fehlte es dem RSV vorne an der Durchschlagskraft. Im Gegensatz zu den Gästen, die mit dem 3:1 durch den auffälligen und gefährlichen Diyan Kaska die Vorentscheidung herbeiführten (57.). „Der ist super, der Junge. Vorne sind die sowieso nicht schlecht“, erkannte Mickelat neidlos an. Zweimal parierte sein Keeper Benedikt Frank noch stark gegen Kaska und verhinderte den schnellen vierten Gegentreffer (59./62.).

Bei der dicksten Chance für die Rotenburger flog der Ball an die Latte, nachdem eine scharfe Ecke von Finn Niemeyer bei Maik Müller gelandet war (64.). Müller wurde zudem eine gute Chance genommen, als er von Marvin Beins umgerissen wurde – der Westerceller durfte sich über Gelb nicht beschweren (67.). Letztlich kamen die Gäste in der 78. Minute noch zum 4:1, als Jan Kunstmann eine Flanke am ersten Pfosten verwertete. „Wir sind gegen eine sehr gute Mannschaft ausgeschieden“, betonte Mickelat und lobte neben seiner defensiven Mittelfeldspielerin Manuela Schreier auch den Auftritt von Offensivkraft Maik Müller.

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