1300 Zuschauer im Ahe-Stadion

RSV-Reserve unterliegt dank des Torwarts nur mit 0:8 gegen den HSV

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Die Rotenburger Abwehr zog in den Zweikämpfen nicht zurück. Hier bekommt das der zweifache Torschütze Luca Waldschmidt (3.v.l.) im Zweikampf mit Oliver Dittmer zu spüren.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke und Matthias Freese. Hat Aaron Hunt in Rotenburg sein letztes Spiel für den Hamburger SV bestritten? Wenn das so war, dann hat der kurz vor einem Wechsel stehende und zur zweiten Halbzeit aufgebotene Mittelfeldakteur des Bundesliga-Dinos sich im Ahe-Stadion mit einem Erfolg verabschiedet.

Mit 8:0 (6:0) siegte der HSV vor 1300 zahlenden Zuschauern gegen die in der Kreisliga spielende Reserve des Rotenburger SV, die sich vor allem auf Keeper Sebastian Lauridsen verlassen konnte. „Ohne ihn wäre es zweistellig geworden“, wusste auch Rotenburgs neuer Coach Christoph Drewes.

Mann des Spiels sammelt zehn Glanzparaden

Sein Schlussmann hatte gleich zehn Glanzparaden gezeigt. Besonders sehenswert war, wie er den Gewaltschuss von Walace noch aus dem Winkel holte (17.). HSV-Stürmer Sven Schipplock triebt Lauridsen nach dem Seitenwechsel fast zur Verzweiflung, als er gegen den nach einer Leihe von Darmstadt 98 zurückgekehrten Angreifer vier Mal in höchster Not zur Stelle war (57./63./65./73.). 

Es war das Privatduell in der zweiten Halbzeit. HSV-Stürmer Sven Schipplock (r.) hatte vier Großchancen, die Rotenburgs Torwart Sebastian Lauridsen allesamt zunichte machte. Der Keeper war der Mann des Spiels, musste kurz vor Schluss dann aber doch noch ein Tor des Angreifers akzeptieren.

Nach dem Abpfiff war der Torwart ordentlich außer Puste. „Ich fühle mich so, als wäre ich 90 Minuten im Sturm unterwegs gewesen. Ich habe alles gegeben. So viel zutun bekomme ich wohl lange Zeit nicht mehr in einer Partie“, meinte der Mann des Spiels ziemlich heiser vom Dirigieren seiner Vorderleute. Verbale Unterstützung bekam er dabei vom Abwehrchef Oliver Dittmer, der als einer der wenigen Feldspieler 90 Minuten lang durchspielte. „Das war eine geile Sache. In der zweiten Halbzeit haben wir den Respekt abgelegt“, fand der Innenverteidiger.

Ehrentreffer knapp verpasst

Nach dem Seitenwechsel hatte Rotenburg geschickt verteidigt und am eigenen Strafraum immer wieder die Angriffe des Favoriten abgewehrt. Der Bundesligist versuchte es deshalb zunehmend mit Fernschüssen. „In der ersten Hälfte hatten wir noch Respekt, aber danach haben wir versucht, die Bälle hinten herauszuspielen, den Körper reinzustellen und waren auch mutig“, schwärmte Drewes. Er konnte in der 69. Minute sogar fast das Ehrentor bejubeln. Yannick Chwolka war im Fünfmeterraum frei aufgetaucht, kam dann aber nicht richtig zum Abschluss.

Pierre-Michel Lasogga (r.) durfte in der zweiten Halbzeit aufs Feld und traf noch. Hier versetzt er Daniel Reuter.

Dabei hatte es zunächst gar nicht gut für die RSV-Reserve ausgesehen. Die Profis hatten von Beginn an Lust aufs Toreschießen. Nach Treffern von Nicolai Müller (9.), Neuzugang Andre Hahn (11./36.), Luca Waldschmidt (24./37.) und Bakery Jatta (21.) stand es zur Pause schon 6:0 für die Rothosen. Ein zweistelliges Ergebnis drohte trotz aller Gegenwehr von Lauridsen. „Da haben sie es auch brutal gespielt – wie ein Bundesligist eben“, so der Keeper. Allerdings steigerte sich auch seine Abwehr, sodass er sich nur noch die Treffer von Sven Schipplock (78.) und Pierre-Michel Lasogga (80.) fing. So meinte Hamburgs Trainer Markus Gisdol bevor er in den Mannschaftsbus einstieg: „Hängen wir es nicht zu hoch auf. Es war eine gelungene Abwechslung zum Training.“

Reserve des Rotenburger SV trifft auf Hamburger SV

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