Präsident Grewe über Flutlicht, Vereinsheim, Sonntagsspiele

Mehr als nur der Klassenerhalt ‒ so sehen die Pläne des Rotenburger SV aus

Yannick Chwolka steht beim Einwurf mit dem Rücken zur Kamera.
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Der Rotenburger SV (hier mit Yannick Chwolka) vor dem großen Wurf, dem Klassenerhalt in der Oberliga?

Der Klassenerhalt in der Oberliga soll her. Aber Peter Grewe, Präsident des Rotenburger SV, will den Verein auch in anderen Bereichen attraktiver machen. Welche das sind, das verriet er uns.

Rotenburg – Entscheidend ist auf‘m Platz – wenn es für den Rotenburger SV ab dem 12./13. März in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga geht. Aber das allein zählt nicht. Findet jedenfalls Peter Grewe. Und deshalb soll sich auch im Umfeld einiges bei den Wümmestädtern tun. Der noch bis 2023 gewählte RSV-Präsident blickt in die Zukunft und spricht über .

... Coach Tim Ebersbach

Das finale Gespräch steht noch aus. „Ich hoffe ganz stark, dass er das so weitermacht“, betont Grewe und will dem Aufstiegstrainer entgegenkommen. „Wir sind uns einig, dass ihm etwas an Arbeit abgenommen wird.“ Bisher hatte sich Ebersbach auch um viele Dinge drumherum gekümmert.

... die Oberliga-Zukunft

Der RSV geht mit dem besten Punktepolster aller zehn Teams in die Abstiegsrunde. Doch das ist keine Garantie, weiß auch Grewe: „Das ist alles ein bisschen Kaffeesatzleserei. Wichtig wird es sein, wie wir wieder reinkommen. Es wäre schon sehr schön, wenn wir es wirklich schaffen, drin zu bleiben. Wir haben eine tolle Mannschaft, die Zukunft hat und noch relativ jung ist. Es ist einfach schöner, wenn du Oberliga-Fußball siehst, das hat eine höhere Qualität“, hat Grewe festgestellt. Sein Zukunftswunsch? „Dass wir mit der Ersten Oberliga spielen, die Zweite auf Sicht in die Bezirksliga aufsteigt und wir eine weitere Mannschaft in der 1. Kreisklasse hätten, sodass wir allen aus der Jugend ein Angebot machen können.“

... den Etat

Der RSV hat für Oberliga-Verhältnisse einen „niedrigen Etat“, betont der Präsident. Vielleicht sogar den niedrigsten aller Teams. „Aber wir haben um die Mannschaft herum auch vieles gut gemacht. Unser Physio ist engagiert und anerkannt bei den Spielern. Wir haben vor, in den Kabinen etwas umzubauen und es professioneller zu machen. Das sind alles Dinge, die auch zählen“, findet er. Ob es auch auf Dauer möglich ist, die Oberliga mit diesem Etat zu bestreiten? „Das hoffe ich. Mit so einem Trainergespann denke ich schon. Da sind die Wertigkeiten anders gesetzt, wenn du dann auch Spieler hast, die zum RSV stehen.“

Das ist eines der wenigen Dinge, wo es eine unterschiedliche Meinung zwischen Mannschaft und Vorstand gibt. Aber es gibt aus unserer Sicht gute Gründe, das sonntags beizubehalten.

Peter Grewe über die Sonntagsspiele

... Winter-Zugänge

Im Winter jemanden zu finden, der zum Team passt, ist ungleich schwerer als im Sommer. „Und der ersetzt dann jemanden, der auch einen guten Job gemacht hat“, sagt Grewe. Trotz dieser Vorbehalte werden die Augen offengehalten: „Über einen Innenverteidiger muss man sich Gedanken machen. Und vorne noch einer, der weitere Tore macht, wäre auch gut. Es ist aber nicht so, dass wir händeringend suchen.“

... die Platzverhältnisse

Der neue Winterrasen entsteht, ist aber vor Mai wohl nicht nutzbar. „Was mir im Moment Kopfzerbrechen macht, sind die Platzverhältnisse. Die Plätze sind sehr nass“, meint Grewe. Da Ende Januar Trainingsstart der Ersten sein soll, habe man sich um Alternativen bemüht. Geplant ist, zehn Einheiten auf dem Kunstrasen in Sittensen zu absolvieren – das verursacht aber zusätzliche Kosten aufgrund der Platzmiete.

... Flutlicht

Aktuell verfügen nur die Plätze drei, vier und fünf über Flutlicht. Für Grewe ist das zu wenig, vor allem aber ist die Beleuchtung nicht mehr zeitgemäß. „Da möchten wir gerne auf LED umrüsten. Als Verein haben wir die Möglichkeit, dass es bezuschusst wird.“ Gespräche mit der Stadt liefen bereits, auch einen Zuschuss hat der RSV-Präsident vor wenigen Tagen beantragt. Und er findet: „Eigentlich brauchen wir auch für Platz eins Flutlicht, wir müssen darauf trainieren können.“ Das immer wieder angedachte Flutlicht im Stadion stünde aus seiner persönlichen Sicht an letzter Stelle. „Denn damit hätten wir nicht mehr Trainingsmöglichkeiten, sondern nur Licht für schöne Abendspiele der Ersten und der Zweiten.“

... das Vereinsheim

Das Vereinsheim versprüht so ein wenig den hölzern-barocken Charme der Achtziger, auch wenn es dank der ganzen Wimpel und Andenken urig erscheint. „Wir wollen das Vereinsheim aber renovieren – neue Tische und Stühle, den Tresen versetzen“, verrät Grewe. Seit Kurzem ist es auch an Jörg Niepel, gleichzeitig im RSV für das Marketing und die Sponsoren zuständig, verpachtet. Grewe betont: „Wir möchten schon das Umfeld um den Sport und die Mannschaft attraktiver und ansprechender machen.“

... Sonntagsspiele

Seit dieser Saison absolviert der RSV viele Heimspiele sonntags statt samstags. „Das soll so bleiben“, blickt Grewe auf die Aufstiegsrunde und gesteht: „Das ist eines der wenigen Dinge, wo es eine unterschiedliche Meinung zwischen Mannschaft und Vorstand gibt. Aber es gibt aus unserer Sicht gute Gründe, das sonntags beizubehalten.“ Dazu gehöre unter anderem die personelle Besetzung der Wurstbude. „Und wenn wir samstags spielen, haben wir auch mit den Jugendspielen eher Probleme.“ Dass es so zu Überschneidungen mit der Zweiten kommt, die normalerweise ebenfalls sonntags spielt, ist Grewe bewusste. „Aber zumindest weniger Zuschauer haben wir sonntags nicht“, meint er. „Ich habe das Gefühl, dass es eher etwas mehr wurde.“

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