Oberligist sucht Innenverteidiger

Herber Verlust für den Rotenburger SV: Yannik Funck zieht‘s ins Zillertal

Yannik Funck blickt kurz vor seiner Einwechslung nach rechts.
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Blick zurück auf drei erfolgreiche Jahre beim Rotenburger SV: Defensiv- und Freistoßspezialist Yannik Funck (r.), hier beim Spiel in Celle vor wenigen Wochen.

Drei Jahre lang gehörte Yannik Funck dem Kader des Rotenburger SV an. Er war einer der Leistungsträger im Jahr des Landesliga-Titelgewinns. Nun bricht er seine Zelte ab und zieht nach Österreich.

Rotenburg – Vor einigen Jahren hat Yannik Funck seine Vorliebe für Österreich entdeckt. „Zweimal im Jahr bin ich immer da unten“, erzählt der 28-jährige Innenverteidiger des Rotenburger SV. Aus seinen Urlaubsabstechern wird nun mehr: Funck zieht im Januar fest ins Zillertal. Einen Job hat der Auswanderer in spe bereits gefunden. „Besser geht‘s nicht. Dort, wo andere Urlaub machen, lebe und arbeite ich bald“, findet er. Der Fußball-Oberligist von der Wümme muss sich derweil auf die Suche nach Ersatz begeben. „Wir schauen, dass wir nachlegen – so leicht wird es aber nicht“, glaubt Torsten Krieg-Hasch, der Sportliche Leiter des RSV, der vollstes Verständnis für Funcks Entscheidung hat.

„Das tut uns weh“, gesteht auch Trainer Tim Ebersbach. „Yannik ist bei uns ein Gerüstspieler, ein sehr kompletter Innenverteidiger. Das ist ein Verlust für uns.“ Der Coach war bereits seit einiger Zeit in Funcks Pläne eingeweiht. „Ich hatte so etwas schon länger geplant. Also habe ich mich dort mal umgeguckt und es hat alles schnell geklappt“, erzählt der Industriemeister für Logistik, der am 1. Februar im kleinen Örtchen Schlitters seinen neuen Job antritt. Die Corona-Zeit habe ihn noch darin bestärkt, den Schritt zu wagen: „Die zwei Jahre haben mir gezeigt, dass man umdenken muss und nicht ewig Zeit hat. Jetzt oder nie!“

Drei erfolgreiche Jahre in Rotenburg ‒ Landesliga-Titel das Highlight

Der Abschied nach drei Jahren in Rotenburg steht also fest. „Im Sommer hätte ich eh geguckt, weil der Aufwand recht groß ist.“ Funck wohnt schließlich in Syke-Barrien und arbeitet (noch) in Lilienthal – da liegt Rotenburg nicht gerade auf dem Weg.

Zur Rückserie der Saison 2018/2019 war er vom Brinkumer SV zum RSV gekommen und hatte sich schnell einen Stammplatz als Innenverteidiger erkämpft. Eine Saison später gehörte er zu den Leistungsträgern beim Titelgewinn in der Landesliga – „das Highlight“, wie er betont. Doch sein Oberliga-Debüt musste er um ein Jahr verschieben. Weil er die Meisterschule in Hameln besuchte, legte er eine Pause ein – als die beendet war, stoppte Corona auch die Saison. Insofern feierte der Abwehrspieler mit der Nummer sechs erst Mitte August im Auftaktspiel dieser Serie beim FC Hagen/Uthlede (1:1) seine Premiere. Auf elf Einsätze kam es bis dato, eine Zerrung im Oberschenkel verhinderte mehr Spielminuten.

Funck hat bewiesen: Oberliga kann er

Klar wurde jedoch auch: Funck kann Oberliga! „Den Sprung habe ich mir extremer vorgestellt. Wir sind nicht so schwach wie gedacht“, findet er selbst. Insofern wird er die Wümmestädter wohl ein wenig vermissen. „Es war echt geil beim RSV, denn dort habe ich auch echte Freunde gefunden. Wir waren und sind eine Einheit und haben gezeigt, dass wir gemeinsam viel schaffen können“, betont Funck und sieht auch bei sich selbst „fußballerisch eine Entwicklung“. Wie er seine Klasse künftig in Österreich einbringen wird, weiß er noch nicht. „Das mache ich dann vor Ort, wenn es wieder ein bisschen wärmer wird. Da sind ja ein paar Vereine um die Ecke“, sagt der Freistoßspezialist.

Sollte das Spiel des RSV gegen den Heeslinger SC am Sonntag nachgeholt werden, wird Yannik Funck auf jeden Fall vor Ort sein. Auch als Spieler? „Da spreche ich noch mal mit dem Trainer. Das wäre eigentlich nicht fair“, meint er, gesteht aber: „Auf ein paar Minuten, da hätte ich schon noch Bock drauf.“

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