Torjäger des Rotenburger SV siegt

Altkreis-Fußballer des Jahres: Stefan Denker setzt sich die „Krone“ auf

Matthias Freese (l.), Sportredakteur der Rotenburger Kreiszeitung, überreicht Stefan Denker den Pokal.
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Der Pokal wandert weiter: Vor der Partie gegen Werders U 23 zeichnete Matthias Freese (l.), Sportredakteur der Rotenburger Kreiszeitung, Stefan Denker als Altkreis-Fußballer des Jahres aus.

Stefan Denker ist der neue Fußballer des Jahres im Altkreis Rotenburg. Er krönte damit ganz persönlich eine höchst erfolgreiche Saison. Der 30-Jährige hatte den Rotenburger SV mit seinen Toren in die Fußball-Oberliga geführt.

Rotenburg – Meister der Landesliga, Aufstieg in die Oberliga, bester Torschütze seiner Spielklasse – und jetzt auch noch Fußballer des Jahres im Altkreis Rotenburg: Stefan Denker vom Rotenburger SV avanciert in einer perfekten Saison zum absoluten Titelhamster! Seine Auftritte und seine Torquote honorierten die hiesigen Trainer ab der Kreisliga aufwärts, die zusammen mit unserer Sportredaktion ein deutliches Urteil fällten. Mit 33 Punkten gewann der 30-Jährige die Wahl vor Patrick Peter (VfL Visselhövede/15 Punkte) sowie Teamkollege Björn Mickelat (13 Punkte). Denker übernimmt damit die Trophäe von Drilon Demaku vom VfL Visselhövede.

Für Denker ist es persönlich ein Highlight seiner Karriere – „diese Auszeichnung spiegelt für mich schon etwas wider. Es ist aber auch eine Auszeichnung für die ganze Mannschaft“, findet der Qualitätsbeauftragte, dessen Berufsbezeichnung auch so ideal auf ihn als Fußballer zutrifft. Der in Achim wohnende, aus Ottersberg stammende, in Verden arbeitende und in Rotenburg seit Sommer 2018 spielende Mittelfeldstratege erzielte in 18 Spielen 13 Tore – so viel wie kein anderer Kicker in der Landesliga Lüneburg. „Er ist als offensiver Mittelfeldspieler Torschützenkönig geworden. Das ist schon eine Hausnummer. Die 15 Tore hat er zum Glück nicht erreicht, sonst hätte er einem von uns die Haare rasieren dürfen, da gab es eine Wette“, verrät Trainer Tim Ebersbach. Und fügt noch an: „Ohne Corona hätte er das natürlich geschafft.“

Die Rangfolge

  • 1. Stefan Denker (Rotenburger SV) 33 Punkte
  • 2. Patrick Peter (VfL Visselhövede) 15 Punkte
  • 3. Björn Mickelat (Rotenburger SV) 13 Punkte
  • 4. Drilon Demaku (VfL Visselhövede) 10 Punkte
  • 5. Matthias Michaelis (TV Sottrum) 6 Punkte
  • 6. Lucas Chwolka (Rotenburger SV) 5 Punkte
  • 6. Jan Friesen (Rotenburger SV) 5 Punkte
  • 8. Marcello Muniz (Rotenburger SV) 4 Punkte
  • 8. Sascha Denell (TuS Bothel) 4 Punkte
  • 8. Florian Liszkowski (SG Unterstedt) 4 Punkte
  • 8. Jan-Hendrik Warncke (VfL Visselhövede) 4 Punkte
  • 12. Nils Rathje (TuS Westerholz) 3 Punkte
  • 12. Sinan Reiter (TV Sottrum) 3 Punkte
  • 14. Yannik Funck (Rotenburger SV) 2 Punkte
  • 14. Daniel Moderau (SG Unterstedt) 2 Punkte
  • 14. Hannes Kettenburg (SG Unterstedt) 2 Punkte
  • 14. Christoph Drewes (Rotenburger SV) 2 Punkte

Auch Denker resümiert: „Das war eine gute Saison, eine sehr gute Saison. Zweistellig habe ich zuletzt eher zu meiner Jugendzeit getroffen.“ Gegen den FC Verden 04 gelangen ihm gleich vier Treffer in 90 Minuten. Allerdings hat er im Gegensatz zu vorherigen Jahren auch offensiver gespielt – weg von der Sechser-Rolle. „So hatten Christoph Drewes und ich uns das vorgestellt. Er hat genau das bestätigt, weil er fußballerisch eine hohe Qualität hat, unter Druck Situationen lösen kann, Räume erkennt und mit viel Tempo in die Schnittstelle geht oder in der Box nachsetzt“, analysiert Ebersbach. „Er verfügt über eine sehr gute Technik und einen extrem guten Torabschluss, weil er es überlegt macht und nicht mit Gewalt. Er ist für uns der Unterschiedsspieler.“

Denker selbst bezeichnet sich als „Box-to-Box-Spieler. Ich bin überall da, wo der Ball ist.“ An vorderster Position fühlt er sich nicht ganz so wohl. „Lieber ist es mir, wenn ich noch einen vor mir habe und aus der zweiten Reihe komme.“ Gleichwohl erzielt er seine Tore selten von außerhalb des Strafraums. „Es sind ja eher die einfachen Tore, die Aktionen im Sechzehner.“ Eben dort hat er ein gutes Timing und eine hochkarätige Erfolgsquote. „Und er schießt die wichtigen Tore, nicht nur das 5:0, sondern das 1:0 oder 3:2“, merkt Ebersbach an.

Seine Gala: Gegen den FC Verden erzielte Stefan Denker (beim Schuss) vier Tore.

Auch Christoph Meinke, Routinier des TuS Bothel und selbst schon Trainer, ist diese Qualität nicht verborgen geblieben: „Stefan ist für mich eine Führungspersönlichkeit. Er ist dieser Spieler, den eine Mannschaft auf dem Platz braucht. Speziell von seiner Ausstrahlung her“, urteilt er.

Für die Oberliga bringt er obendrein die nötige Erfahrung mit – mehr als 250 Spiele hat er in dieser Klasse für den TB Uphusen und TSV Ottersberg bestritten. Nach zwei Jahren in der Landesliga ist er nun zurück auf dieser Ebene. Sein Ziel: „Ich möchte mich beweisen, die Liga annehmen und erfolgreich sein.“ Wie das funktionieren kann, weiß er auch: „Wir müssen über die Defensive und den Kampf ins Spiel kommen.“ Im ersten Schritt solle das Team in der Liga ankommen, „und zweitens unter den ersten Fünf in der Staffel landen“, steckt Denker die Ziele bewusst hoch. „Man sollte doch einen gewissen Anspruch an sich selbst haben. Warum also nicht die Ziele auch etwas höher setzen?“

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