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RSV siegt 3:1 in Tündern ‒ Schallschmidt legt den Deckel drauf

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Von: Matthias Freese

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Keeper Jeroen Gies (l.) und Lucas Chwolka liegen sich in den Armen.
Dem Klassenerhalt ein großes Stück nähergekommen: Keeper Jeroen Gies (l.) und Lucas Chwolka hatten ihren Anteil am RSV-Sieg in Tündern. © Freese

So langsam kann der Rotenburger SV für ein weiteres Jahr in der Fußball-Oberliga planen. Mit dem 3:1 in Tündern haben die Wümmestädter den Klassenerhalt fast schon in der Tasche. Aber eben noch nicht ganz.

Rotenburg – Reicht das schon? „Nee, noch nicht ganz“, schätzt Tim Ebersbach. „Ein Dreier in den letzten drei Spielen – das sollte aber auf jeden Fall reichen“, ergänzt der Coach des Rotenburger SV. Jedenfalls ist seine Mannschaft dem Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga am Samstag ein entscheidendes Stück nähergekommen. Mit dem 3:1 (2:1)-Erfolg in der Abstiegsrunde beim aussichtslos abgeschlagenen HSC Blau-Weiß Tündern gelang nach drei sieglosen Spielen wieder die volle Ausbeute – und gleichzeitig die Revanche für die 1:2-Hinspielniederlage am Gründonnerstag. Schwer vorstellbar, dass sich die Wümmestädter nun noch von den rettenden Plätzen stoßen lassen. Der Jubel nach dem Abpfiff und auch der Siegerkreisel blieben dennoch zurückhaltend-bescheiden.

Die Partie auf der Hamelner Kampfbahn begann schleppend. Coach Tim Ebersbach hatte dabei exakt dieselbe Anfangsformation wie beim jüngsten 1:1 gegen den MTV Wolfenbüttel aufgeboten und damit auch früh ein optisches Übergewicht hergestellt. Die erste dicke Chance der Partie nutzte der RSV denn auch: Einen Freistoß von Björn Hakansson klärten die Gastgeber vor die Füße von Lucas Chwolka, der platziert von der Strafraumgrenze abzog und sein achtes Saisontor erzielte (23.). Obgleich die Rotenburger nun noch früher draufgingen und Tünderns Defensive unter Druck setzten, kassierten sie in der 37. Minute den Ausgleich durch Robin Tegtmeyer. „Dabei waren wir eigentlich gerade richtig gut drin“, ärgerte sich Ebersbach über die im Mittelfeld beginnende Fehlerkette. Die Riesenchance, die Partie zu kippen vergab eine Minute später Tünderns Sören Vespermann – Keeper Jeroen Gies lenkte den Schuss über die Latte.

Lucas Chwolka und Stefan Denker mit den Führungstreffern

Noch vor der Pause stellte Stefan Denker, der phasenweise als verkappte zweite Spitze lauerte, die alten Verhältnisse wieder her. Der Kapitän nutzte eine Ablage von Joel Schallschmidt zum 2:1 (44.) – bereits sein siebtes Tor. „Trotzdem sind wir in die Halbzeit rein und alle Köpfe waren unten, weil sie immer noch an das 1:1 gedacht hatten“, berichtete Ebersbach.

Ganz chancenlos blieb Tündern auch im zweiten Durchgang nicht. So traf Kaan Karadeniz nach einem Lupfer den Außenpfosten (66.), ehe schließlich Schallschmidt mit seinem zweiten Treffer der laufenden Saison den Deckel drauflegte (73.). Großen Anteil am Tor hatte Vorbereiter Noel Lohmann, den Ebersbach zwei Minuten zuvor gebracht hatte und hinterher besonders hervorhob: „Seine Einwechslung und sein Tempo haben uns richtig gutgetan, er hatte viele klare und gute Aktionen.“

Der Coach zog denn auch ein positives Fazit: „Es war sicher kein Hochgenuss, aber die Jungs haben geliefert, haben dem Druck standgehalten und waren in den richtigen Momenten da.“

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