Linksverteidiger des RSV genießt die „tolle Stimmung“

Der Spaß macht Kiel stark

Andreas Kiel hat in dieser Saison beim Rotenburger SV in der Landesliga richtig Spaß. - Foto: Freese
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Andreas Kiel hat in dieser Saison beim Rotenburger SV in der Landesliga richtig Spaß.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Die Schulzeit ist bei Andreas Kiel zwar schon länger her. Aber sein „Sportlehrer“ und Trainer Tim Ebersbach gab dem Linksverteidiger des Rotenburger SV nach dem 1:1 im Topspiel der Fußball-Landesliga beim MTV Treubund Lüneburg trotzdem eine Note. „Das war eine glatte Eins. Vor allem die Ruhe am Ball war überragend“, schwärmte Ebersbach.

Dabei hat Lüneburg mit 43 Treffern die zweitbeste Offensive der Liga. Allerdings prallten alle Angriffe spätestens bei Kiel ab. Der Abwehrmann überzeugte – mal wieder. Denn schon bei den vorherigen Partien in diesem Jahr gegen den TSV Ottersberg (1:0) und die TuSG Ritterhude (0:0) hatte der 28-Jährige stark aufgetrumpft. „Dabei bin ich sonst immer nach der Winterpause echt schwer wieder in Tritt gekommen“, wundert sich Kiel.

Doch dieses Mal läuft es – trotz der langen Punktspielpause vom 25. November bis zum 17. März – sofort wieder rund bei ihm. Dafür sieht Kiel vor allem einen Grund. „Wir haben wieder eine richtig coole Mannschaft. Als wir das letzte Mal so eine tolle Stimmung im Team hatten, waren wir noch in der Oberliga“, blickt der Ur-Rotenburger auf die Saison 2013/2014 zurück. Damals war Tim Ebersbach noch Kiels Mitspieler, nun ist er sein Coach. „Er macht es klasse in seiner neuen Aufgabe. Das kann man daran sehen, dass fast immer 90 Prozent des Teams beim Training sind“, so das Mitglied des Mannschaftsrats.

Ebersbach hat die Taktik optimal auf die Viererkette abgestimmt. Die Verteidigung steht tief und wird so nicht durch schnelle Konter überrascht. Und wenn die „Mauer“ erstmal steht, finden die Gegner kaum Lösungen. Doch nicht nur die Taktik ist der große Pluspunkt. Der RSV erntet in dieser Spielzeit auch die Früchte für die Kontinuität in der Abwehrkette. Seit der Saison 2014/2015 spielen Kiel, Jannis Niestädt, Kevin Klützke und Mathis Wulff zusammen beim Wümme-Club und sind auch außerhalb des Platzes dicke Kumpels. „Da können wir uns auf dem Platz kaum noch überraschen“, erklärt der Defensivspieler. Er fügt an: „Mit Mathis spiele ich mit einer kurzen Unterbrechung sogar schon seit der C-Jugend zusamen beim RSV.“

Im Sommer wäre fast Schluss gewesen

Im vergangenen Sommer wäre es mit der gemeinsamen Zeit beim aktuellen Landesliga-Dritten aber fast vorbei gewesen. „Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich aufhöre“, verrät der Familienvater. Er hat in Bremen ein Haus gekauft. „Und ich habe beruflich auch viel um die Ohren“, sagt der Mitarbeiter einer Holzvermarktungsfirma. Den Gedanken an eine Auszeit vom Fußball hat Kiel aber nun schon wieder ad acta gelegt. „Bei den Leistungen kann ich ja nicht aufhören. Das kann ich mit mir selbst nicht vereinbaren“, sagt er lachend: „Außerdem bin ich körperlich gerade wieder auf einem super Level.

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