Rotenburger SV II klettert nach 2:0 an die Spitze / Delventhal sieht Gelb-Rot

Sztorc-Elf auf Wolke sieben

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Nur schwer aufzuhalten: Rotenburgs Angreifer Tobias Delventhal (r.) setzt sich hier gegen Ostereistedts Michael Gerken durch.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Nach dem Abpfiff wurde es laut im Ahe-Stadion: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“, stimmten die Bezirksliga-Fußballer des Rotenburger SV II bestens gelaunt an. Abwehrmann Jewgenij Teichreb war über die Nachricht sogar so erfreut, dass er kurzerhand einen Diver auf den nassen Rasen hinlegte. Ausgerutscht ist dagegen der FC Ostereistedt/Rhade, den der neue Tabellenführer mit einer 0:2 (0:1)-Niederlage auf die Heimreise schickte.

„Mir steht eine schwere Woche bevor, ich muss die Jungs von Wolke sieben runterholen“, meinte RSV-Coach Dariusz Sztorc mit einem Augenzwinkern, um dann aber hinzuzufügen: „Ich habe lieber so eine Aufgabe, als meine Mannschaft nach einer Niederlage wieder aufzubauen.“

Aufbauarbeit dürfte beim RSV II jedoch erstmal nicht nötig sein, schließlich zeigte die komplette Elf einen engagierten Auftritt. Einziges Manko: die Chancenverwertung. „Uns fehlt noch die Kaltschnäuzigkeit“, gestand auch Sztorc. Zwar brachte Waldemar Ott die Gastgeber per Volleyschuss mit 1:0 in Führung (23.), doch anschließend verpassten es Ferenc Toth (26.) und Tobias Delventhal (35./39.), weitere Tore nachzulegen. Die mangelnde Ausbeute sollte sich aber nicht rächen, da von den Gästen nichts zu sehen war. Einzig der Ex-Rotenburger Mark-Michael Völker zeigte in einigen Ansätzen sein Können, blieb ansonsten aber ebenso schwach wie seine Mitspieler. „Meine Rückkehr hatte ich mir anders vorgestellt“, meinte der Angreifer hinterher.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Platzherren einen Gang zurück, doch die Gäste aus dem Nordkreis wussten daraus keinen Profit zu schlagen. In der 54. Minute war es schließlich Delventhal, der mit seinem 20-Meter-Schuss für die Vorentscheidung sorgte – 2:0 (54.). Das war auch gleichzeitig die letzte Aktion des Stürmers, da er nach einem Foul an Schlussmann Lars Neugebauer mit Gelb-Rot vom Platz musste (66.). „Der Keeper lässt den Ball abklatschen und hat ihn nicht mehr in den Händen. Welcher Spieler hätte da nicht draufgehalten“, so Delventhal.

Aber auch in Unterzahl ließ die sichere RSV-Abwehr nichts mehr anbrennen. „Ich freue mich, dass wir zum Schluss nicht die Ordnung verloren haben“, lobte Sztorc.

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