Rotenburger SV II spielt 1:1 gegen Bremervörde

„Mutlos und nicht gallig“

Björn Banehr reagiert am schnellsten, nachdem die Bremervörder Abwehr gepatzt hat. Die Leihgabe aus der Ersten des RSV drückt den Ball zum 1:0 über die Torlinie, während Keeper Tomas Pipiska zu spät kommt. - Foto: Freese
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Björn Banehr reagiert am schnellsten, nachdem die Bremervörder Abwehr gepatzt hat. Die Leihgabe aus der Ersten des RSV drückt den Ball zum 1:0 über die Torlinie, während Keeper Tomas Pipiska zu spät kommt.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Aus Christoph Drewes brach es heraus. Der Spielertrainer des Rotenburger SV II wurde nach dem Abpfiff so laut, dass seine Worte auf der gegenüberliegenden Tribünenseite klar zu vernehmen waren. „Jeder sollte mal überlegen, ob er hier alles rausgeholt hat“, schrie Drewes. Auch er wusste nur zu gut, dass sein Tabellenzweiter mit dem 1:1 (1:0) im Heimspiel der Fußball-Kreisliga gegen den Bremervörder SC noch gut bedient war. Die Chance, für eine Nacht Spitzenreiter zu sein, wurde verpasst.

„Wir waren mutlos und nicht gallig. Klar hatten wir eine harte Woche, aber trotzdem muss ich doch kämpfen“, haderte Drewes mit der Einstellung mancher Spieler. Wohlwissend, dass seine Elf – einschließlich seiner Person – gerade das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen absolviert hatte. Seine beiden Sechser – Patrick Werna und Hauke Riebesehl – schloss er ausdrücklich aus seiner Kritik aus: „Unser Kapitän reißt sich mit ,Haui‘ den Arsch auf, während der eine oder andere spazieren geht.“

Die englische Woche hatte offensichtlich Spuren hinterlassen. Nicht nur bei Innenverteidiger Lasse Müller, der mit Hüftproblemen pausierte und an dessen Stelle Tim Ebersbach rückte. Vor allem in der zweiten Hälfte drückte Bremervörde verstärkt aufs RSV-Tor und kam über die Außenpositionen zu guten Möglichkeiten. In der Schlussphase verhinderte Drewes mit etlichen gewonnenen Kopfbällen den Rückstand. Beim Gegentor hatte er jedoch vergeblich auf den erwarteten Abseitspfiff von Schiedsrichter Friedrich Lüning (FC Walsede) gewartet und sich damit selbst in eine schlechte Position gebracht. Der eingewechselte Jöran Engelke ließ ihn noch ins Leere grätschen, um den Ball mit links ins kurze Eck zu schießen (62.).

Die Führung der Gastgeber hatte in der 37. Minute Erste-Herren-Leihgabe Björn Banehr erzielt. Der ehemalige Westerholzer reagierte am schnellsten, als Christian Gieschen nach einer Flanke von Mark-Michael Völker ein Stellungsfehler unterlief und er den Ball „scharf“ machte. Keeper Tomas Pipiska rettete zwar noch, doch der Ball blieb kurz vor der Linie liegen, sodass Banehr ihn nur noch rüberdrücken musste.

„Frisch gemäht – geil“, hatte Völker beim Blick auf den Rasen des Ahestadions noch vorm Anpfiff gesagt. Nachdem er den Ball anfangs gleich zwei Mal über den Zaun bugsiert hatte, verpasste er per Volleyabnahme die Möglichkeit, um vor der Pause zu erhöhen (42.). Die besten Chancen, zum Sieg zu kommen, vergab indes Borreir Nasir – erst nach einer sehenswerten Kombination mit Werna (69.), dann, als er den Ball frei vorm Kasten mit dem linken Fuß nicht richtig traf (75.). „Wenn ihr so weiter verteidigt, klingelt es gleich“, rief RSV-Keeper Rüdiger Greve währenddessen nach einem weiteren Bremervörder Angriff über seine rechte Abwehrseite den Kollegen zu, trug aber auch dazu bei, dass es nicht so weit kam.

„Die haben ganz schön Druck gemacht“, wusste auch Drewes und resümierte nach seinem Wutausbruch schon wieder etwas ruhiger: „Wir hatten aber auch viele Ballgewinne, bei denen wir dann aber schlecht rausspielen. Nach dem Spielverlauf kann ich mit dem Punkt deshalb auch leben.“

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