Rotenburger ist Ehrengast beim 90. Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“

Jörg Mertins entzündet das „Olympische“-Feuer in Berlin

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Jörg Mertins entzündet das „Jugend trainiert“-Feuer in Berlin.

Rotenburg/Berlin - Von Heinz Goldstein. Ein unvergesslicher Moment und Höhepunkt im Leben eines Sportlers ist sicherlich die Entzündung des Olympischen Feuers. Für den Rotenburger Jörg Mertins ist in Berlin ein ähnlicher Traum in Erfüllung gegangen: Als Fackelläufer durfte der Teilnehmer des ersten Bundesfinals 1969 zur Eröffnung der großen Show des 90. Finals „Jugend trainiert für Olympia/Paralympics“ in der Max-Schmeling-Halle das „Jugend trainiert“-Feuer entzünden.

Ehrengast der großen Bühnenshow zum Finale war Bundespräsident Joachim Gauck. „Er saß genau einen Sitz vor mir“, freute sich Mertins Ehefrau Bärbel, die ebenfalls eingeladen war, über die Nähe der Polit-Prominenz. Auch der Bundespräsident verfolgte die Zeremonie auf der Bühne mit viel Aufmerksamkeit. „Die Veranstaltung endete mit einer Party, an der rund 4500 Sportler ausgelassen teilnahmen“, erinnern sich die beiden Rotenburger gerne an das Fest in der Bundeshauptstadt.

In einem Gespräch mit der Kreiszeitung erklärte Jörg Mertins, wie er zu einer solchen Auszeichnung durch die Ausrichter in Berlin gekommen ist. Die Organisationsleiterin, Marlies Tasche von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, hatte recherchiert und festgestellt, dass er als Rotenburger Teammitglied beim ersten Bundesfinale im Jahr 1969 als aktiver Vertreter Niedersachsens dabei war. Zudem sei er bereits 2009 nach Berlin eingeladen worden und habe bei Organisatoren des aktuellen Finals angenehme Erinnerung geweckt.

Gerne denkt der Rotenburger an den Beginn der damaligen Finalwettkämpfe zurück. „Es war das letzte September-Wochenende im Jahr 1969, als ich als Leichtathlet des Rotenburger Ratsgymnasiums beim ersten Bundesfinale teilgenommen habe“, erklärt Mertins. Er habe damals mit mittlerem Erfolg am 400-Meter-Lauf teilgenommen.

1993, exakt 24 Jahre später, tauchte der Name Mertins erneut in der Startliste des Bundesfinals in Berlin auf. Seine Söhne Björn und Lasse haben damals im Olympiastadion die Rotenburger Mannschaft in zweiter Generation der Familie vertreten. Eine auch nur annähernde Konstellation sei bisher nicht bekannt geworden, zumal auch Tochter Imke bei den Mädchen mit dabei gewesen war, erklärt Jörg Mertins.

Damals sorgte die Basketballmannschaft des Rotenburger Ratsgymnasiums, bei dem sein Sohn Lasse mitspielte, für Furore an der Spree, denn die Mannschaft von der Wümme ist Bundessieger des Jahres 1993 geworden. „Unser Team wiederholte den grandiosen Erfolg und wurde auch ein Jahr später erneut bestes Team bei den Basketballern“, erinnert sich das stolze Oberhaupt der sportlichen Familie.

Bei den Wettkämpfen habe sich im Laufe der Jahrzehnte allerdings einiges geändert, weiß Mertins zu berichten. Einige Disziplinen seien gestrichen worden und andere hinzugekommen. Eins ist aber geblieben: „Es ist für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.“

Auch seine Ehefrau Bärbel hat ihre Erfahrungen mit „Jugend trainiert für Olympia“ gemacht. Sie hat als Sportlehrerin bis zur ihrer Pensionierung die Mannschaften des Ratsgymnasiums zu den Wettkämpfen nach Berlin begleitet. Ebenfalls beim 90. Bundesfinale war sie als Begleiterin dabei, allerdings „betreute“ sie in diesem Jahr ihren Ehemann.

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