Rotenburger arbeitet als Stadion-DJ und macht Musik beim Testspiel-Hit

Sven Stelter gibt bei Hannover 96 den Ton an

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Als Stadion-DJ bei Hannover 96 weiß Sven Stelter genau, an welchen Knöpfen er drehen muss, um die Fans in die richtige Stimmung zu bringen.

Rotenburg - Von Lars Kattner. Der Ton macht die Musik. Und natürlich Sven Stelter. Der Rotenburger ist seit zehn Jahren als Stadion-DJ bei Fußball-Bundesligist Hannover 96 aktiv. Ehrensache also, dass er auch beim Fußball-Hit zwischen dem Landesligisten Rotenburger SV und den „Roten“ von der Leine am kommenden Freitag, 17.30 Uhr, für die richtigen Hits sorgen wird.

Doch nicht nur das. Gemeinsam mit seinem Kollegen Stefan Wenck wird er auch das Rahmenprogramm der Partie begleiten. „Wir wollen natürlich versuchen, den Besuchern möglichst viele Stars zu präsentieren.“ Ein Gespräch mit den Torhütern sei dabei ebenso denkbar wie ein Doppel-Interview mit den Kapitänen. „Mal schauen, was sich realisieren lässt“, sagt Stelter. Denn schließlich sei er letztlich davon abhängig, was der Verein, beziehungsweise 96-Trainer Michael Frontzeck, den Spielern zugesteht.

Zumindest bei der Musik-Auswahl wird der 43-Jährige aber freie Hand haben. „Das war in Hannover bis vor einigen Jahren auch noch so, da konnte ich frei entscheiden.“ Und heute? „Jetzt reiche ich eine Woche vor dem jeweiligen Heimspiel eine Liste ein, die wir gemeinsam besprechen.“ Das Motto für diese Saison laute übrigens: Es muss wieder rockiger werden. Da passt es, dass Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler schon lange zu den „Red Hot Chili Peppers“ ins Stadion einläuft, während die Mannschaft zu Musik der „H-Blockx“ den Rasen betritt.

„Ich muss versuchen, möglichst viele Zuschauer mit ins Boot zu holen“, umschreibt Stelter seine nicht ganz einfache Aufgabe. Natürlich gebe es immer kritische Stimmen, denen bestimmte Musikrichtungen nicht gefallen würden, aber letztlich zähle der Geschmack der Masse. „Eine Besonderheit in Hannover ist zudem, dass wir auch den Gäste-Song anspielen, ehe die Aufstellung verlesen wird. Das wird in den anderen Stadien eigentlich nicht gemacht.“

Im Ahe-Stadion wird Stelter, der im Hauptberuf als Fluggerätemechaniker bei Airbus in Hamburg arbeitet, am Freitag Musik beider Vereine auflegen. Das bedeutet, dass sich die Gäste-Fans auf jeden Fall zu ihrer Vereinshymne „Alte Liebe“ gesanglich ins Zeug legen dürfen. Denn eine gute Stimmung ist für ein Fußballspiel nun einmal das A und O. „Als in der vergangenen Saison ein Großteil der Hannover-Ultras die Heimspiele boykottiert hat, haben durch die fehlende Unterstützung sicherlich ein, zwei Prozentpunkte des Leistungsvermögens der Mannschaft gefehlt“, erinnert sich Stelter zurück.

Übrigens: Wenn der DJ nicht gerade an den Reglern im Stadion dreht oder seinem Hauptberuf nachgeht, ist er beim JFV Rotenburg als Nachwuchstrainer aktiv. „Derzeit bringe ich meinen Jungs aus der E-Jugend den richtigen Umgang mit dem Ball bei“, sagt Stelter. Denn ein vernünftiger Unterbau sei elementar wichtig für die Herrenmannschaft. „Bei uns darf jeder mitmachen und wir wollen auch jeden bei der Stange halten“, so seine Zielsetzung. Und dass er beim Umgang mit den Jüngsten den richtigen Ton trifft, scheint sicher.

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