9,70 Euro bleiben übrig

Rotenburg wird den Pokal nicht los – 13:8 gegen Oldenburg, 15:12 gegen Delmenhorst

Unsanft gestoppt: Rotenburgs Rückraumspieler Jens Behrens (am Ball) läuft gegen den ausgefahrenen Arm des Delmenhorsters Lasse Till. - Foto: Freese
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Unsanft gestoppt: Rotenburgs Rückraumspieler Jens Behrens (am Ball) läuft gegen den ausgefahrenen Arm des Delmenhorsters Lasse Till.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das Bedauern klang unüberhörbar durch: „Wir konnten uns leider nicht wehren“, meinte Nils Muche, Trainer des TuS Rotenburg. Seinen Oberliga-Handballern bleibt das ungeliebte Saison-Anhängsel namens HVN/BHV-Pokal erhalten. Nach einem 13:8 (7:4) gegen den Verbandsligisten TvdH Oldenburg und einem 15:12 (6:7) gegen den neuen Ligarivalen HSG Delmenhorst in Spielen über jeweils 30 Minuten überstand die Wümme-Sieben die erste Gruppenphase in der Pestalozzihalle ungeschlagen und zog in die zweite Runde ein. „Vor heimischem Publikum kannst du dich ja auch nicht gehen lassen“, betonte Muche.

Teammanager Michael Polworth hatte es genau ausgerechnet. Der Pokal ist auch finanziell wenig lukrativ, weil nicht viel mehr als 50 Zuschauern kamen. „9,70 Euro bekommt jeder Verein nach Abzug der Schiedsrichterkosten“, berichtete er, schließlich werden die Eintrittsgelder in diesem Wettbewerb aufgeteilt. Der TuS Sulingen erhält nichts, sondern muss zahlen. Und zwar eine saftige Strafe – an den gastgebenden TuS Rotenburg und an den Verband, denn der Landesligist hatte kurzfristig als vierter Gruppenteilnehmer zurückgezogen. Einige Sulinger Spieler waren am Wochenende beim Reload-Festival vor Ort eingebunden, sodass der Verein keine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenbekam.

Umso schneller ging das wenig attraktive Turnier vonstatten. Muche hatte dabei auf ein Quintett verzichten müssen. Luca Bruns, Patrick Zahn, Johann Knodel, Sören Heyber und Fabian Knappik standen ihm nicht zur Verfügung. Den Ballvortrag übernahm deshalb im Spiel gegen Oldenburg Max Nowosadtko. Allerdings machten sich die Rotenburger das Leben mit schlechten Anspielen an den Kreis und vielen Fehlversuchen selbst schwer. Muche nahm sogar seinen Linksaußen Lukas Misere raus, nachdem dieser einen Tempogegenstoß vergeben hatte (10.). Sein jüngerer Bruder Michel Misere übernahm dafür Verantwortung und brachte die Gastgeber mit drei Toren in Folge zum 6:3 (13.) auf Kurs.

Im zweiten Spiel setzte sich der Turnverein vor dem Haarentor aus Oldenburg etwas überraschend gegen die HSG Delmenhorst mit 13:11 durch, woraufhin Muche später süffisant feststellte: „Das hat Delmenhorst raffiniert gemacht.“ Auch der Oberliga-Aufsteiger hatte offensichtlich kein gesteigertes Interesse am Weiterkommen. So entwickelte sich zwischen den beiden Klassenpartnern ein wenig ansehnliches Spiel, in dem erneut Michel Misere mit abermals vier Toren auffälligster Akteur war. Den Part als Regisseur übernahm zunächst Jens Koch, im linken Rückraum erhielt Rückkehrer Nick Dräger den Vorzug vor Jens Behrens, während in der Abwehrmitte Kilian Behrens statt Klaas-Marten Badenhop begann. Zur Pause lag Rotenburg allerdings mit 6:7 zurück, sodass Muche verbal auch mal austeilte. Vier Tore in Folge brachten sein Team schließlich in der Schlussphase zur vorentscheidenden 14:10-Führung (29.), die das Weiterkommen endgültig garantierte. „Das war nicht repräsentativ für Delmenhorst“, wollte Rotenburgs Coach den Sieg denn auch nicht überbewerten. Schließlich war es ja auch nur der Pokal.

TuS Rotenburg: Kelm, Denis Jäger - L. Misere (2/3), Koch (1/3), Nowosadtko (1/2), Badenhop, J. Behrens (3/1), Hausdorf (1/2), Dräger, K. Behrens, Nijland (1/-), M. Misere (4/4).

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