Bau trotz wachsender Kosten?

Winterrasen: Ludwig bringt Unterstedt als Alternative ins Spiel

Blick auf den Grandplatz.
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Aus Asche wird Gras? Auf rund 7 000 Quadratmetern soll der neue Platz mit Winterrasen entstehen - so die Planungen bisher.

Es gibt immer noch keine Entscheidung, was mit dem geplanten Winterrasen in Rotenburg passiert. Aber es gibt bereits einen Alternativvorschlag, sollte das Projekt auf dem Ahe-Sportgelände scheitern.

Rotenburg – Gibt es die Rolle rückwärts in der Verlängerung? Nachdem das Winterrasen-Projekt auf dem Ahe-Sportgelände vor knapp zwei Wochen nach erneuten Streitigkeiten wegen wachsender Kosten und aufgrund des angedrohten Ausstiegs von Rolf Ludwig als Sponsor bereits begraben schien, haben die Parteien am Mittwoch im Verwaltungsausschuss des Stadtrats immer noch keinen Beschluss gefällt. „Es ist keine Entscheidung getroffen worden. Die Fraktionen wollen sich noch mal beraten“, berichtet Bürgermeister Andreas Weber (SPD).

Tilman Purrucker

Ein endgültiger Beschluss muss aufgrund ablaufender Fristen bezüglich der Vergabe Mitte nächste Woche fallen, wenn der Verwaltungsausschuss erneut zusammenkommt. Eine Prognose mag der CDU-Fraktionsvorsitzende Tilman Purrucker nicht abgeben. Nur so viel: „Das Thema ist emotional erheblich belastet. Ich glaube nicht, dass wir dem Winterrasen zustimmen können.“ Für Dienstag ist noch mal eine Fraktionssitzung angesetzt.

Rolf Ludwig

Rolf Ludwig hat derweil erklärt, dass er seine Spende – 250 000 Euro hatte er durch seine gleichnamige Stiftung überwiesen – nicht weiter zurückfordern würde, solle der Winterrasen auf der städtischen Anlage doch noch gebaut werden. Er zeigt aber auch bereits Alternativen auf: „Ich will der Fußballjugend helfen. Wenn es in Rotenburg nicht klappt, kriege ich mein Geld zurück. Dann gibt es andere Möglichkeiten, wo ich es investiere. Mein Favorit ist Unterstedt. Die brauchen einen dritten Platz.“

Die Gesamtsumme für den Winterrasen in Rotenburg inklusive Flutlicht, Ballfangzaun und Planungskosten soll mittlerweile auf mehr als 600 000 Euro angestiegen sein. Nach Informationen unserer Zeitung sollen deshalb rund 140 000 Euro im Haushalt fehlen. Teuer wird es so oder so. Sollte der Platz nicht gebaut werden, bleibt die Stadt auf den Planungskosten sitzen. Ludwig beobachtet die Angelegenheit jedenfalls mit Spannung, aber auch Gelassenheit und meint: „Ich lasse mich überraschen.“

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