Rotenburg verpasst nach 2:7 gegen Oldenburg II den Klassenerhalt / „Leistung nicht abgerufen“

Ein Kijametovic allein genügt nicht

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Kopf hoch, mag Oldenburgs Fabian Zierleyn (r.) denken, nachdem er Philipp Barautzki in drei Sätzen besiegt hatte.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Noch Minuten später saß er sprachlos auf der Bank. Den Kopf gesenkt, die Hände auf die Oberschenkel gestützt. Durch seine 6:7 (3:7), 3:6-Niederlage war Semir Burina sofort klar, dass seine Tennis-Herren des TC GW Rotenburg den Klassenerhalt in der Oberliga verpasst hatten, schließlich lag das Team zuvor schon mit 0:3 zurück. Kurz darauf folgte das 0:5 – auch Lars Rademacher war machtlos. Letztlich musste sich der Tabellenletzte zu Hause gegen den Oldenburger TeV II mit 2:7 geschlagen geben.

Einzig Spitzenspieler Aziz Kijametovic spulte gewohnt sein Pensum herunter. Gegen Gian-Luca Blöcker bewies der Bosnier beim 6:1, 6:3 seine ganze Klasse. Doch der Sieg rettete die Rotenburger auch nicht mehr, zu schwach waren die Auftritte seiner Teamkollegen.

Das musste auch Semir Burina eingestehen: „Der Gegner war eigentlich nicht besser, doch haben wir unsere Leistung nicht abgerufen. Der Abstieg ist ärgerlich, schließlich hatten wir alles selbst in der Hand.“ Dabei hatte er seinen Gegner Andreas Cirja zunächst noch im Griff. Im ersten Satz führte Burina bereits mit 3:0, um das Spiel dann doch noch nach zwei Durchgängen zu verlieren. „Meine Beine waren plötzlich total schwer, ich bin nicht mehr richtig in die Knie gekommen. Dadurch hat mir mein komplettes Timing gefehlt“, erklärte Burina.

Anders sah es dagegen bei Tobias Loss an Position vier (4:6, 1:6 gegen Tillmann Erdbories) und dem aufgerückten „Sechser“ Jan Berger (0:6, 2:6 gegen Lennard Zumbrock) aus. Auch wenn beide verbissen um jeden Ball kämpften und alles gaben, bekamen die beiden Rotenburger schnell ihre Grenzen aufgezeigt. „Dass es die zwei Jungs sehr schwer haben würden, war mir vorher klar. Die Punkte hatte ich daher auch an anderen Positionen fest eingeplant“, erklärte Coach Zlatan Burina.

Seine Rechnung ging jedoch nicht auf, da auch Lars Rademacher an Nummer fünf spielend gegen Sebastian Strehle das Nachsehen hatte (5:7, 2:6). Knapper ging es zwar bei Philipp Barautzki zu, doch fand der Rotenburger im Duell der „Zweier“ gegen Fabian Zierleyn nur sehr schwer in die Partie. Immer wieder haderte Barautzki mit sich selbst, schlug frustriert mit dem Schläger aufs Netz („Ich weiß einfach nicht, was mit mir los ist“) und agierte anfänglich viel zu nervös. Die Folge war eine durchaus vermeidbare 2:6, 7:6 (7:2), 1:6-Niederlage.

Somit war der Abstieg bereits vor den Doppeln besiegelt. „Am liebsten würde ich die Punkte einfach herschenken. Es ist schon bitter, dass wir mit dem Wissen des verpassten Klassenerhalts noch spielen müssen. Das gehört aber leider dazu“, meinte der sichtlich geknickte Semir Burina, der neben Barautzki gegen Zierleyn/Cirja die nächste Niederlage einstecken musste (5:7, 5:7). Auch Loss/Berger mussten die Überlegenheit der Oldenburger eingestehen. Gegen Erdbories/Strehle hieß es 4:6, 3:6. Für den zweiten (aber bedeutungslosen) Punkt sorgten Kijametovic/Rademacher gegen Blöcker/Zumbrock (6:3, 6:4).

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