2:4 im Kellerduell

Im Einzel siegt nur Tarik Burina ‒ GW Rotenburg ist nun Nordliga-Schlusslicht

Sebastian Loss geht in die  Knie und verrenkt den Arm, um den Ball zu treffen.
+
Sein starker Auftritt blieb unbelohnt: Sebastian Loss bringt in dieser Szene trotz ungewöhnlicher Haltung den Ball über das Netz.

Das neue Jahr startet für Tennis-Nordligist TC Grün-Weiß Rotenburg nicht gut: Nach einem 2:4 gegen den Hamburger Polo-Club rutschten die Wümmestädter ans Tabellenende.

Rotenburg – Trotz der dritten Niederlage im dritten Saisonspiel, trotz des Sturzes ans Tabellenende mochte Zlatan Burina nicht von seiner Erkenntnis abrücken: „Man sieht, dass wir auch in dieser Konstellation da mitspielen können“, betonte der Coach des TC Grün-Weiß Rotenburg. Im Kellerduell der Tennis-Nordliga gegen den bisher ebenfalls sieglosen Hamburger Polo-Club verloren die Wümmestädter ihr erstes Heimspiel in der Halle am Nobelsteder Weg zwar mit 2:4, zeigten aber durchaus sehenswerte Ballwechsel.

„Einfach schade. Das musste nicht sein, aber es spricht auch für die Qualität der Gegner“, bewertete Burina die Niederlage. Zumindest ein Remis war in der Tat drin, doch Youngster Emir Burina unterlag nach hartem Kampf im Match-Tie-Break mit 5:10 gegen Christian Matic. Zuvor hatte der 20-Jährige im Duell der Dreier nach einem 6:3 im ersten Satz einen 1:4 und 5:6-Rückstand im zweiten Durchgang in ein 6:5 gedreht, um diesen im Tie-Break zu verlieren. „Emir hat unglaublich wenig Fehler gemacht und war da“, bestätigte Zlatan Burina seinem Schützling und jüngsten Sohn. Nur ausgerechnet im Match-Tie-Break geriet dieser aussichtslos mit 0:7 in Rückstand.

Emir Burina verpasst den Sieg nur knapp

Es wäre das zwischenzeitliche 2:2 gewesen, nachdem auf dem Nachbarplatz kurz zuvor Tarik Burina das Spitztenmatch gegen Lucas Hellfritsch mit 6:3, 6:4 für sich entschieden hatte – den Matchball verwandelte er mit seinem zweiten Aufschlag. Zuvor hatte der Ältere der Burina-Brüder seinen Gegenüber immer wieder mit knallharten Aufschlägen, einer Power-Vorhand und präzisen Rückhandschlägen über den Platz gescheucht.

„Jetzt sieht es schon besser aus“, atmete Coach Burina zu diesem Zeitpunkt noch durch, denn in den Auftaktspielen war Lars Rademacher an Position vier gegen Dennis Matic die Luft ausgegangen (5:7, 0:6), während Sebastian Loss eine starke Leistung zeigte, Nico Matic aber mit 3:6, 4:6 unterlag. „Sebastian kann ich null etwas vorwerfen“, wusste Zlatan Burina um die Klasse des Hamburger Gegenspielers. „Schlecht habe ich definitiv nicht gespielt“, fand auch Loss selbst. Im zweiten Durchgang besaß er sogar mehrfach die Breakchance und meinte hinterher über die Nummer zwei der Hamburger: „Er spielt sehr unangenehm. Gerade mit seinen Rückhand-Slicebällen wusste ich nicht so viel anzufangen.“

Muminovic jetzt am College in den USA

Letztlich war der 1:3-Rückstand in den Doppeln nicht mehr wettzumachen. Zwar gewannen die Burina-Brüder gegen Hellfritsch und Dennis Matic (6:4, 6:4), doch Loss und Rademacher waren gegen Nico und Christian Matic nicht wirklich in der Nähe eines Erfolges (2:6, 4:6).

„Die Tabelle spricht nicht für uns. Da müssen wir realistisch sein“, bemerkte Zlatan Burina. Mit Verstärkung ist im Kampf um den Klassenerhalt in den restlichen drei Partien aber nicht zu rechnen. Auf Stammkraft Philipp Barautzki werden die Rotenburger vorerst weiter verzichten müssen, auch die beiden in der Vergangenheit häufiger eingeflogenen Bosnier Aziz Kijametovic und Danijal Muminovic werden nicht aushelfen. Bei Muminovic liegt das weniger an der komplizierten Corona-Situation, sondern vielmehr daran, dass er sich seit einigen Tagen in der USA befindet. Erst kurz vor dem Spiel hatte er Burina noch kontaktiert. „Er hat ein Stipendium am College in San Antonia in Texas bekommen“, berichtete der Coach. Auf ihrer Homepage bestätigte die Universität die Verpflichtung. „Danijal ist ein sehr reifer Spieler, der zu den besten seines Landes gehört. Während unseres Recruiting-Prozesses hat er viele großartige Qualitäten bewiesen, die mich glauben lassen, dass er auf und neben dem Platz sehr erfolgreich sein wird“, urteilte Headcoach Sergey Avdeyev dort über den 19-Jährigen aus Tuzla, der in den Staaten Chemie studieren wird und eine Profikarriere anstrebt. „Im Mai will er dann aber für die Sommersaison zu uns kommen“, verriet derweil Burina.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Hansi Bargfredes alte Liebe zum FC St. Pauli flammt neu auf

Hansi Bargfredes alte Liebe zum FC St. Pauli flammt neu auf

Hansi Bargfredes alte Liebe zum FC St. Pauli flammt neu auf
Stefan Hüdepohl: „Die unklaren Vorgaben sind das Hauptproblem“

Stefan Hüdepohl: „Die unklaren Vorgaben sind das Hauptproblem“

Stefan Hüdepohl: „Die unklaren Vorgaben sind das Hauptproblem“
Muche verlängert nicht und übergibt an Daniel van Frayenhove

Muche verlängert nicht und übergibt an Daniel van Frayenhove

Muche verlängert nicht und übergibt an Daniel van Frayenhove
Ex-Hurricanes-Spielerin Emma Stach schließt sich Hannover an

Ex-Hurricanes-Spielerin Emma Stach schließt sich Hannover an

Ex-Hurricanes-Spielerin Emma Stach schließt sich Hannover an

Kommentare