Rotenburg steigt nach 27:26 auf / „Sensationell gut“ / Knappik führt clever Regie

Aevermann schreibt zum Abschied Vereinsgeschichte

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Jens Koch peilt das Tor an und lässt sich auch von Hoykenkamps Hannes Ahrens nicht aufhalten. Vorne duckt sich Lukas Misere.

Aus Ganderkesee berichtet Matthias Freese. Jetzt haben sie endgültig alle Kritiker Lügen gestraft und den noch vor einigen Wochen unmöglich scheinenden Aufstieg in die Verbandsliga möglich gemacht! Die Handballer des TuS Rotenburg krönten gestern eine grandiose Saisonendphase mit einem 27:26-Erfolg im Relegationsrückspiel vor rund 350 Zuschauern bei der TS Hoykenkamp. Schon im ersten Duell hatte es einen 31:26- Sieg gegeben.

Zusammen mit ihren rund 100 mitgereisten Fans feierten die Aufsteiger von der Wümme den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte. Zuvor hatten sie aus der spannenden Partie in der ausverkauften Heider Halle, in der etliche Zuschauer fast bis an die Tore heran stehen mussten, ein Heimspiel gemacht. „Das ist der beste Abschied, den man sich vorstellen kann“, gestand Rotenburgs Coach Steffen Aevermann, der nun den Oberligisten SG Achim/Baden übernimmt und nach seinem letzten Spiel von seinen Mannen mehrfach in die Luft geworfen wurde.

In der ersten Halbzeit machten die Wümmestädter deutlich, dass sie keinesfalls mehr Gefahr laufen wollten, den Aufstieg noch zu verspielen. „Nur zehn Tore in so einem Spiel zu kassieren, das ist sensationell gut“, lobte Aevermann sein Team. Auch der aufgrund einer Oberschenkelblessur angeschlagene Luka Bruns hatte sich rechtzeitig fit gemeldet, spielte allerdings nur im Angriff und konzentrierte sich dabei hauptsächlich auf die Siebenmeter – fünf von sechs verwandelte er ganz sicher. „Ab der 40. Minute war keine Kraft mehr in den Beinen drin, aber ich bin trotzdem mehr als zufrieden. Die erste Halbzeit war so gut – und wenn der Glaube an einen stimmt, dann kann es nur was werden“, erklärte er, nachdem er kurz zuvor noch die Trommel für das obligatorische Humba Täterä geschlagen hatte.

Handballer des TuS Rotenburg feiern Aufstieg

Mit 14:10 hatten die Rotenburger zur Pause vorne gelegen – angeführt von Fabian Knappik als besonnenem Regisseur, der die Bälle ruhig und gut verteilte, aber auch selbst erfolgreich zum Abschluss kam. Und auch Linksaußen Lukas Misere bewies trotz seines Nasenbeinbruchs mit sechs Treffern einen guten Torriecher – und das, obwohl Hoykenkamps Keeper Dan-Luka Linde ihn frühzeitig mit dem Fuß im Gesicht erwischt hatte (9.).

Die Gastgeber von Trainer Jörn Franke steckten jedoch nie auf – selbst bei einem aussichtslosen Fünf-Tore-Rückstand in der 39. Minute nicht. Der Lohn: In der 52. Minute glich Ole Goyert per Strafwurf zum 21:21 aus. „Unsere drolligen fünf Minuten“, nannte Aevermann die Phase.

In Führung ließ Rotenburg die Ganderkeseer aber nicht mehr gehen. Christian Hausdorf verabschiedete sich zwar mit seiner dritten Zeitstrafe (60.), Rechtsaußen Christian Schaffran setzte aber den Schlusspunkt zum 27:26 – alles Weitere war pure Freude …

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