GW Rotenburg startet mit 6:0 in die Oberliga und ist prompt Spitzenreiter / Barautzki „zittert“

Kijametovic erst kalt, dann heiß

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Als er noch warten musste, benötigte Aziz Kijametovic Handschuhe, später lief der Bosnier dann heiß.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Für die Spannung waren an diesem Tag Aziz Kijametovic und Philipp Barautzki zuständig. Nachdem die Nummer eins und zwei des TC Grün-Weiß Rotenburg die Tie-Breaks ihrer Einzel für sich entschieden hatten, war der Heimsieg in der Tennis-Oberliga bereits perfekt. Am Ende stand für den Wümme-Club ein 6:0-Erfolg gegen Aufsteiger SC SW Cuxhaven und die Tabellenspitze nach dem ersten Spieltag der Wintersaison.

Für Sebastian Loss und Semir Burina lag die Würze eher in der Kürze. Loss, als Nummer vier auf dem hinteren Court tätig, hatte nur anfänglich seine Probleme mit Marcel Kolbenstetter, zog dann aber mit 6:4, 6:0 sein Spiel durch und machte Platz für Semir Burina, der mit neuer Frisur aufwartete. „Die hat er bei Ibrahimovic gesehen“, kommentierte sein Trainer und Vater Zlatan Burina. Oder bei Wilhelm Busch – erinnerte der hochgebundene Zopf doch auch stark an Lausbub‘ Moritz. Egal. In einem wilden Gebolze war er jedenfalls mit seinem Match gegen Daniel Reiss (6:3, 6:2) fast noch vor Philipp Barautzki fertig.

„Es hat sich bis zum Schluss komisch angefühlt. Mir fehlte die Sicherheit, nachdem ich lange kein Turnier oder Punktspiel mehr bestritten hatte. Da passiert es dann, dass man zittert“, erklärte Barautzki hinterher seinen zu defensiven Auftritt vor 70 Zuschauern gegen Matthias Reichert, der nach 2:40 Stunden erfolgreich endete. Nach 0:3-Rückstand kam Rotenburgs Nummer zwei zwar besser ins Spiel und zur 5:3-Führung, doch benötigte er nach einem vergebenen Satzball den Tie-Break (7:3) für den ersten Durchgang, weil auf seinen Aufschlag dieses Mal kein Verlass war. So ging auch Satz zwei mit 3:6 weg – der Match-Tie-Break musste die Entscheidung bringen. „Yes!“ – spürbar war die Erleichterung zu vernehmen, als Barautzki diesen mit 10:7 ins Ziel gebracht hatte. „Ich habe zu langsam gespielt“, übte der 24-jährige Lauenbrücker Selbstkritik. Auch Coach Burina bemerkte: „Philipp hatte immer wieder seine Chancen, aber er hat mit extrem viel Respekt gespielt.“

Das sehenswerteste Match zeigten anschließend ohne Frage die Spitzenspieler Aziz Kijametovic und Christian Winter mit phasenweise phantastischen Ballwechseln. Kijametovic, der in der langen Wartezeit vor seiner Partie sogar Handschuhe angezogen hatte, während des Spiels aber ständig zum Handtuch griff, hatte Probleme, seine hammerharten Aufschläge ins Feld zu bringen, nutzte aber den zweiten Satzball mit einem klasse Rückhand-Long-line-Schlag zum 6:4. Eine 4:1-Führung gab er im zweiten Durchgang aber gegen den nimmermüden Linkshänder Winter noch ab, lag nach einem Break sogar mit 5:6 und im Tie-Break schon mit 3:5 zurück – um die letzten vier Punkte allesamt für sich zu verbuchen.

Barautzki und Kijametovic mussten auch in den Doppeln in den Tie-Break, um sich mit 6:3, 3:6, 11:9 gegen Christian Winter und Kai Mangels durchzusetzen. Burina/Loss hatten es da gegen Reiss/Kolbenstetter etwas einfacher (6:2, 7:5).

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