Rotenburg startet mit 3:6 gegen Barrien in die Oberliga-Saison / Kijametovic „der Chef auf dem Platz“

Der Schläger als Fremdkörper

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Emotionen pur: Aziz Kijametovic bei seinem Einzelsieg.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Auf Platz elf wurde international gestöhnt, polnisch und bosnisch geflucht und sich ansonsten im freundlichen Ton englisch unterhalten. Das Spitzeneinzel hatte aber auch spielerisch einiges zu bieten, insbesondere Aziz Kijametovic vom Tennis-Oberligisten TC GW Rotenburg zeigte sich glänzend aufgelegt und bezwang Jakub Piter ziemlich souverän mit 6:3, 6:3. Und doch erwischte sein Team einen Fehlstart in die neue Saison, denn gegen den Barrier TC setzte es am Ende eine 3:6-Heimniederlage.

Rotenburgs Lars Rademacher, der am schnellsten war und sein Einzel gegen Florian Dill mit 7:5, 6:0 für sich entschied, hatte es geahnt: „Das könnte noch spannend werden“, bemerkte er, ehe er sich wegen seiner Fußball-Verpflichtung zum Kreisligisten FC Alfstedt/Ebersdorf verabschiedete (und dort erfolgreich war). In der Tat stand es nach den Einzeln 3:3, wobei die Gäste zu diesem Zeitpunkt 55 und die Rotenburger 54 Spiele gewonnen hatten.

Nach Rademacher beendete auch die gut aufgelegte Nummer fünf Tobias Loss seine Partie gegen Philipp Meyer siegreich (6:3, 6:4), doch auf den Positionen zwei bis vier lief es nicht rund für die Grün-Weißen. Für Philipp Barautzki war gegen Tobias Kuhlmann noch am meisten drin (6:7, 4:6), Tobias Loss fand gegen Routinier Florian Hartje sowie dessen verzögertem Aufschlag nie zu seiner Form und fing früh zu bolzen an (2:6, 2:6). Auch Semir Burina war gegen Till Hilshorn chancenlos (2:6, 1:6), weil er „nur Geduld für drei Bälle“ hatte, wie sein Coach und Vater Zlatan Burina feststellte. „Der Schläger war wie ein Fremdkörper in meiner Hand“, haderte Rotenburgs Nummer drei selbst.

Anders Aziz Kijametovic: Barriens zwei Meter großen Linkshänder aus Polen hatte der Bosnier, der in den Pausen immer wieder in sein Notizbuch schaute, perfekt ausgeguckt. Piters Netzattacken waren nur selten von Erfolg gekrönt, meist wurde er passiert. „Eigentlich haben Rechtshänder immer Respekt vor Linkshändern. Aziz hat es aber sehr clever gemacht und auch immer auf die einhändige Rückhand gespielt“, bemerkte Coach Burina. „Er war der Chef auf dem Platz.“

All das sollte letztlich aber nichts nutzen. In den Doppeln dominierten die Gäste aus dem Syker Ortsteil. Der erste Satz ging denn auch in allen Duellen an Barrien. Burina und Barautzki beendeten ihren gebrauchten Tag mit einem 4:6, 2:6 gegen Kuhlmann/Hartje. Und trotzdem ging noch was für Rotenburg, als die Teamkollegen fast zeitgleich den Satzausgleich schafften. Im dritten Durchgang gingen die Wümmestädter jedoch leer aus. Kijametovic und Sebastian Loss unterlagen Piter/Heilshorn mit 3:6, 6:4, 4:6, während das dritte Doppel mit Tobias Loss und Jan Berger beim 5:7, 6:3, 5:7 gegen Dill und Erik Trümpler nur ganz knapp am Sieg vorbeischrammte.

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