TuS Rotenburg schafft die Pokal-Sensation – 39:31 im Finale gegen Oberligist Bremervörde

Denis Jäger hält fast alles fest

+
Freie Bahn für Johann Knodel: Hier lässt er im Halbfinale gegen Müden/Örtze Justus von Bothmer (r.) stehen.

Rotenburg - Es war die Überraschung des Tages, eine kleine Handball-Sensation: Landesligist TuS Rotenburg zog gestern in die dritte Runde des HVN-Pokals der Männer ein.

Die Mannschaft von Trainer Steffen Aevermann schlug in Runde zwei in eigener Halle nach überzeugenden Leistungen im Halbfinale nicht nur den Verbandsligisten MTV Müden/Örtze mit 30:19 (14:10), sondern im Finale auch den ungeschlagenen Oberliga-Spitzenreiter TSV Bremervörde mit 39:31 (22:19)! Bremervörde hatte zuvor das Semifinale gegen Landesligist SG Südkreis Clenze mit 36:29 gewonnen.

Im Endspiel zeigte der TuS Rotenburg, dass der Sieg im Halbfinale gegen den MTV Müden/Örtze kein Zufall gewesen war. Von Beginn an spielten die Gastgeber wie schon im Halbfinale eine offensive 3:2:1-Abwehrvariante und hielten dadurch den starken Rückraum des TSV Bremervörde weitestgehend vom eigenen Tor fern.

Hinzu kam, dass Torhüter Denis Jäger in beiden Spielen einen überragenden Tag erwischt hatte und viele unhaltbare Bälle parierte. „Er ragte aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraus“, lobte auch Aevermann seinen Keeper in höchsten Tönen.

Kurz vor der Pause lag der TuS Rotenburg mit 17:14 in Führung, doch als in den letzten fünf Minuten die offensive Abwehrformation schwächelte, ging der TSV Bremervörde durch vier Treffer in Folge mit einem 18:17-Vorsprung in die Pause. Wer nun geglaubt hatte, dass beim TuS Rotenburg die Kräfte nachlassen würden, sah sich getäuscht. Immer wieder von vielen Fans in der vollbesetzten Halle angefeuert, spielte sich die Mannschaft in einen regelrechten Rausch und gab in der zweiten Halbzeit nach dem 22:21 die Führung nicht mehr ab. Über ein 29:24 und 34:20 gab es einen sensationellen 39:31-Sieg. Erfolgreichster Torschütze war Luka Bruns mit acht Treffern.

Zuvor im Halbfinale gegen den Verbandsligisten MTV Müden/Örtze war der TuS Rotenburg von der ersten Minute ebenfalls voll da gewesen und gewann schließlich hoch mit 30:19 (14:10). Die Gastgeber überraschten den Gegner auch hier mit der offensiven 3:2:1-Deckung. „Damit sind sie überhaupt nicht zurecht gekommen“, freute sich der Rotenburger Coach. Diese laufintensive Deckungsvariante hielt der Landesligist 60 Minuten durch und deklassierte so den Gegner in der zweiten Halbzeit. Nach 45 Minuten lag der TuS Rotenburg bereits mit 22:13 vorn und gewann am Ende unangefochten mit 30:19.

Der Sieg wurde der Rotenburger Mannschaft aber ein wenig dadurch erleichtert, dass der MTV Müden/Örtze sich zu viel mit den Entscheidungen der beiden Unparteiischen beschäftigte und so viele Zeitstrafen kassierte. Bester Rotenburger Torschütze im Halbfinale war ebenfalls Luka Bruns mit sieben Treffern. Auch Linkshänder Christian Schaffran, der aus der Reserve aushalf, zeigte zwei starke Spiele.

jho

Das könnte Sie auch interessieren

Familienurlaub in Grächen: Abfahrt mit dem Weltmeister

Familienurlaub in Grächen: Abfahrt mit dem Weltmeister

Bayern-Fest bei Heynckes' Europa-Comeback - 3:0 gegen Celtic

Bayern-Fest bei Heynckes' Europa-Comeback - 3:0 gegen Celtic

Werder auf dem Freimarkt

Werder auf dem Freimarkt

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

Meistgelesene Artikel

Avides Hurricanes erwarten Tabellenführer Panthers Osnabrück

Avides Hurricanes erwarten Tabellenführer Panthers Osnabrück

Hanna Schwertfeger mischt Herren-Kreisliga auf

Hanna Schwertfeger mischt Herren-Kreisliga auf

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

30:26 im Pokal – aber Badenhop muss büßen

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Potratz Matchwinner für Rotenburger SV gegen VfL Westercelle

Kommentare