Rotenburg reicht mäßige Leistung zum 27:19 gegen Beckdorf II / Rückkehr? „Momentan nicht“

Dräger geht mit leeren Händen

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Der Rotenburger Luka Bruns (am Ball) steigt hoch und kommt zum Abschluss, während sich Beckdorfs Nick-Luca Dräger (vorne rechts) um Jens Koch kümmert.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Nick-Luca Dräger genoss die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, obwohl er die Punkte seinen Ex-Kollegen überlassen musste. „Es war ein cooles Spiel und es hat mich gefreut, die Jungs zu sehen“, betonte der Mittelmann des SV Beckdorf II nach dem Duell in der Pestalozzihalle. Mit 27:19 (15:8) setzte sich der gastgebende TuS Rotenburg letztlich ungefährdet beim Wiedersehen in der Handball-Verbandsliga durch und bleibt mit 13:5 Punkten auf Rang drei – für einen Aufsteiger mehr als passabel.

Und doch wirkte Rotenburgs Coach Nils Muche nicht uneingeschränkt zufrieden. Deutliche Worte fielen anschließend in der recht langen Kabinenpredigt. Obgleich sein Team vor 200 Zuschauern nur 19 Gegentreffer kassiert hatte, monierte er vor allem die Leistung des Abwehr-Mittelblocks. „Wir waren ein bisschen zu offen, ein bisschen zu drucklos. Und wir waren auf jeden Fall nicht bei 100 Prozent“, gestand auch Neuzugang Patrick Zahn, der sich seine Spielanteile in ungewohnter Rolle als Linksaußen holen musste.

Auffällig auch: Allein sieben Treffer erzielten die Beckdorfer per Siebenmeter, die Thorben Dittmer verwandelte. Trotzdem leitete der Beckdorfer Routinier auch den Rotenburger Sieg mit ein. Als Alexander Meyer seinen Strafwurf in der 20. Minute beim Stand von 5:5 parierte, nutzten die Gastgeber das, um vor allem durch Luka Bruns auf 10:5 wegzuziehen (23.). „Der gehaltene Siebenmeter war die Initialzündung“, fand auch Zahn.

Im zweiten Durchgang taten sich die Rotenburger aber noch schwerer, ihr Tempospiel durchzudrücken. Nach Christian Schaffrans 20:12 (41.) sollte ihnen fast acht Minuten kein Tor gelingen, ehe Johann Knodel per Siebenmeter zum 21:14 traf. Für Beckdorfs Kreisläufer Alexander Kientopf war die Partie dann in der 54. Minute beendet. Nachdem er Bruns mit beiden Händen ins Gesicht gestoßen hatte, zeigten ihm die sicheren Unparteiischen André Pape und Uwe Rohlfs (TSV Eystrup) Rot.

Apropos Bruns: Als Halbrechter hatte es der Linkshänder bei Rotenburgs Angriffen meist mit Nick Dräger, seinem alten Kumpel, zu tun. Auf neun Tore kam Bruns am Ende, Dräger letztlich auf drei, die er alle zwischen der 34. und 37. Minute erzielte. Angesichts seiner Klasse und seines Auges im Spielaufbau hatte der TuS Rotenburg den 23-Jährigen schon im Sommer angesprochen, um ihn zur Rückkehr zu bewegen. „Natürlich fragen auch die Jungs ab und zu. Aber momentan sehe ich das nicht“, meinte Dräger, obwohl er immer noch in der Wümmestadt wohnt. Doch es ist auch davon auszugehen, dass die Rotenburger Verantwortlichen nicht so schnell lockerlassen …

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