Hightech-Rennmaschine zum Bundesliga-Debüt

Radsport-Talent aus Rotenburg: Jasper Schröders neue Zeitrechnung

Stolz präsentiert Jasper Schröder (vorne) das neue Rennrad, mit dem er sein Bundesliga-Debüt bestritt. Möglich machten es unter anderem Thomas Schreiber, Steffen Rost, Arvid Prohn, Oliver Hartjen und Jörg Hansemann (v.l.).
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Stolz präsentiert Jasper Schröder (vorne) das neue Rennrad, mit dem er sein Bundesliga-Debüt bestritt. Möglich machten es unter anderem Thomas Schreiber, Steffen Rost, Arvid Prohn, Oliver Hartjen und Jörg Hansemann (v.l.).

Sieben Unterstützer haben dem Rotenburger Radsport-Talent Jasper Schröder zu einem neuen High-Tech-Zweirad verholfen. Damit feierte der Junioren-Nationalfahrer sein Bundesliga-Debüt.

Rotenburg – Talent: Check! Ehrgeiz: Check! Aber was bedarf es noch, um auf Dauer möglichst erfolgreich zu sein? Hochwertiges Material! Im Fall von Jasper Schröder, dem Radsporttalent aus Rotenburg, sind das Kosten, die manch einer in einen Kleinwagen investiert. Damit der 16-Jährige, der schon erfolgreich an Deutschen Meisterschaften teilgenommen hat, weiter auf hohem Niveau vorne mitfahren kann, hat sich ein siebenköpfiger Unterstützerkreis aus Rotenburger Selbstständigen gebildet, der ihm sein neues Hightech-Rad finanziert. „Das ist ein großer Schritt. Ich glaube, dass das viel ausmacht“, meint der Ratsgymnasiast.

Jasper Schröder kann mit etwas werben, was nur wenige können: Er ist der erste Rotenburger, der in der Rad-Bundesliga der Junioren fährt. Seine Premiere feierte er am Himmelfahrtstag in Karbach im Team des Landesverbandes Niedersachsen. Als jüngerer Jahrgang fuhr er über die 121,1 Kilometer im Rahmen der Main-Spessart-Rundfahrt in 3:07:08 Stunden auf Platz 63 und sammelte damit noch 18 Punkte für die Gesamtwertung. Sein Debüt auf diesem Niveau – am Start waren auch belgische, holländische und luxemburgische Teams – war gleichzeitig die Premiere auf dem neuen Cannondale, das im blau-rosafarbenen Design des US-amerikanischen Profirennstalls „Education First“ daherkommt. Rahmen und Laufräder bestehen aus Carbon, sodass das wertvolle und aerodynamische Stück nur noch rund 7,5 Kilo wiegt. Hinzu kommt eine elektrische Schaltung. „Es hört sich vielleicht doof an, aber es fühlt sich einfach schneller an“, sagt Schröder. Für ihn beginnt quasi eine neue Zeitrechnung.

Auf den Spuren von Buchmann und Kämna

Rennsportbegeistert sind auch diejenigen, die die Anschaffung möglich machten: Thomas Schreiber (Schreiber Haustechnik), Jörg Hansemann (VGH), Oliver Hartjen (Winkel, Buhrfeind & Partner), Andre Rinne (Nordvac), Hendrik Worthmann (Worthmann Kältetechnik), Rene Große (Apotheke Große) und Steffen Rost (Rocon). Nur einen Wunsch äußerten die Förderer, ehe sie zusagten: „Buy local“! Kein Problem, denn beim Fahrrad-Profi in Scheeßel wurde der junge Mann aus dem Junioren-Nationalkader fündig.

Glänzende Aussichten: Erstmals fährt mit Jasper Schröder ein Rotenburger in der Junioren-Bundesliga.

„Für uns als Eltern wäre es kaum möglich gewesen, dieses allein zu realisieren“, betont Vater Bernd Schröder. So kam die Idee ins Rollen, die Geschäftsleute anzusprechen.

Der Traum vom Profi-Rad wurde wahr. „Es gibt zwar spezielle Reifen, die nur die Profis bekommen, aber ansonsten ist da nichts mehr anders“, sagt Schröder und befindet sich vom Material quasi schon auf einer Ebene mit den Stars wie Emanuel Buchmann oder Lennard Kämna.

Im Jahr zwischen 20.000 und 25.000 Kilometer im Rennsattel

Zum Rad-Profi ist es freilich noch ein weiter Weg. „Das hat auch viel mit Glück zu tun“, bleibt Jasper Schröder bescheiden. „Erst mal will ich jetzt gucken, wie sich das Jahr entwickelt.“ Mehr als 7. 000 Kilometer (einige auch auf der Rolle) hat er hierfür in diesem Jahr schon absolviert. „Im Jahr werden es zwischen 20. 000 und 25. 000“, schätzt der Youngster. Sein großer Vorteil: Er ist nicht nur ein guter Straßen-, sondern auch Bahnfahrer. „Gerade die Schnellkraft kann man von der Bahn gut auf die Straße rüberbringen“, weiß Schröder und will sein erstes Jahr bei den Junioren (U 19) dazu nutzen, um Erfahrungen auf den nun längeren Strecken zu sammeln. „In der U 17 waren es ja maximal 70 Kilometer lange Rennen, jetzt sind es 120 Kilometer“, verweist er auf die gestiegenen Anforderungen. Da kommt so ein neues Rennrad sehr gelegen.

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