Am Mittwoch fliegt der RSV-Innenverteidiger zum Studieren in die Staaten

Niestädt will als Tabellenführer gehen

Auf Jannis Niestädt (vorne) und seine Kopfball- sowie Zweikampfstärke muss der RSV künftig verzichten. Heute spielt der Innenverteidiger zum vorerst letzten Mal für den Club. - Foto: Freese
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Auf Jannis Niestädt (vorne) und seine Kopfball- sowie Zweikampfstärke muss der RSV künftig verzichten. Heute spielt der Innenverteidiger zum vorerst letzten Mal für den Club.

Rotenburg - Von Matthias Freese. So ganz mit leeren Händen will Jannis Niestädt eigentlich nicht gehen. „Ich würde mich schon gerne als Tabellenführer verabschieden – das könnten wir ja zumindest für einen Tag sein“, sagt der 23-jährige Innenverteidiger des Rotenburger SV, der heute Abend im ersten Heimspiel der Saison gegen die SV Drochtersen/Assel II seinen vorerst letzten Auftritt im Trikot des Fußball-Landesligisten hat. Am Mittwoch geht es für den Hellweger in die Staaten – von Hamburg über Oslo nach Los Angeles. Am 27. August startet sein Auslandssemester offiziell.

An der California State University Channel Islands in Camarillo wird Niestädt bis Mitte Dezember Medienmanagement studieren. Er zieht dort im benachbarten Oxnard in eine WG zu vier Kommilitonen. „Es war echt schwer, dort etwas zu finden“, erzählt er – und wurde schließlich direkt an der Strandpromenade fündig.

Wie groß die Lücke sein wird, die er beim RSV hinterlässt, muss sich noch zeigen. In den letzten Jahren war Niestädt stets in der Startelf gesetzt. „Jetzt müssen eben andere ran und können sich um den freigewordenen Platz streiten“, sagt er selbst und betont: „Ich mache mir da nicht so große Sorgen.“ Ginge es nach ihm, würde ein Platz im Abwehrzentrum an Karol Karpus gehen, der diesen Part zuletzt im Spiel bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf schon recht souverän neben Niestädt übernommen hatte. „Ich würde an Karol festhalten. Ihm muss man ein paar Spiele das Vertrauen geben, dann wird er auch bestätigen, dass er Landesliga-Format hat.“ Bleibt nur offen, wer die zweite Stelle hinten übernimmt. „Tim Potratz spielt das im Training oft, Timo Kanigowski kann es auch“, findet Niestädt und denkt außerdem noch an zwei weitere Sechser – an Tobias Kirschke und Stefan Denker.

Gegen Drochtersens Reserve wird Coach Tim Ebersbach aber definitiv Niestädt noch einmal aufbieten. „Das hat er sich verdient, so war auch die Abmachung“, verschwendet der Trainer keinen Gedanken daran, bereits jetzt ein anderes Duo einzuspielen. „Er hat die komplette Vorbereitung voll durchgezogen, ich werde ihn also bis zum letzten Tag vollwertig einbinden.“

Was allerdings nach der Rückkehr aus den Staaten – vermutlich rechtzeitig zum Rückrundenstart – mit Niestädt passiert, weiß der Kopfballspezialist selbst noch nicht, schließlich hat er seinen Wohnsitz seit einigen Monaten nach Hamburg verlegt. „Es wird schwer, dann in Rotenburg zu bleiben. Der Aufwand ist ziemlich hoch. Und in Hamburg gibt es ja auch einige Vereine.“ Ein Wechsel ist also denkbar. „Aber vielleicht vermissen sie mich bis dahin ja gar nicht mehr, sondern haben den perfekten Mann für meine Position gefunden“, bemerkt er schmunzelnd.

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