TuS Rotenburg mit neuer Angriffsvariante gestern Abend zum 35:24-Sieg gegen TSV Altenwalde

Knappik kommt als „Pink Panther“

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Jugend zieht an Routine vorbei: Rotenburgs Rechtsaußen Luca Donhöfner (am Ball) lässt die Altenwalder Christoph Schnautz (l.) und Tim Ruppelt stehen und kommt zum Abschluss.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Der „Diver“ auf dem Hallenboden musste erst von den Fans eingefordert werden – dann zeigten ihn die Landesliga-Handballer des TuS Rotenburg gestern Abend. Der Jubel nach dem 35:24 (15:10)-Heimsieg über den TSV Altenwalde hielt sich allerdings in Grenzen, wohl auch, weil es nicht mehr als eine Pflichtaufgabe war, die da gelöst wurde. Immerhin war es auch eine gute Gelegenheit, um eine völlig neue Angriffsalternative weiter einzustudieren.

„Pink Panther“: Fabian Knappik.

In der zweiten Halbzeit musste sich Fabian Knappik immer wieder das pinke Leibchen überstreifen, ehe Coach Steffen Aevermann seinen jeweiligen Torwart vom Feld holte und seinen Rückraumspieler als siebten Feldspieler raufschickte. „5:2-Angriff“, nennt der Trainer diese Strategie, mit der er ein Überzahlspiel schafft. „Wir haben es im Training drei Wochen vorbereitet und schon im letzten Spiel bei der HSG Stedingen damit angefangen. Die Abwehrreihen sind so etwas kaum gewohnt, deshalb ist es eine gute Variante.“ Fabian Knappik findet durchaus Gefallen daran: „Natürlich ist es eine riskante Geschichte, aber wenn man sich die Statistik anschaut, geht es voll auf. Und wer macht das schon?“ Aevermann führt genau Buch. Er notierte nur einen Gegentreffer gegen Altenwalde, als der Kasten leer stand, dafür aber acht erfolgreich abgeschlossene Angriffe mit der „Pink-Panther-Stategie“.

Es war allerdings auch nicht alles rosig, was der TuS Rotenburg zu bieten hatte. Vor allem die Phase nach der 13:4-Führung nicht (19.). Dort kassierten die Hausherren sechs Siebenmeter in sieben Minuten (von denen Denis Jäger zwei parierte) und ließen Altenwalde auf 10:15 bis zur Pause verkürzen. „Da haben wir den Faden verloren und uns von der Hektik des Gegners anstecken lassen. Das darf nicht passieren“, meinte Aevermann. Exemplarisch dafür, dass Luka Bruns den Ball Fabian Knappik auf den Fuß passte.

Im zweiten Durchgang war es aber vor allem Bruns, der aus dem Rückraum fast alles traf und in diesem Abschnitt acht seiner elf Tore markierte. „Es ist das, was man von ihm erwartet“, war die Steigerung für Aevermann nicht überraschend. Er hob vielmehr die Leistung seiner Keeper Denis Jäger und Alexander Meyer hervor: „Sie haben sich deutlich verbessert.“ Die Führung wurde in Hälfte zwei kontinuierlich ausgebaut – über 19:10 (34.) bis auf 33:18 (51.). Da fiel die Rote Karte für Christian Hausdorf nach seiner dritten Zeitstrafe auch nicht mehr ins Gewicht (57.).

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