Nachbarschaftsduell beim  VfL Fredenbeck

Rotenburg bangt noch um Miseres Einsatz

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Lukas Misere hat sich gegen Edewecht verletzt.

Rotenburg - „Ein Dorf – ein Verein“ – so lautet der Slogan des VfL Fredenbeck auf der eigenen Homepage. Der Club mit ruhmreicher Erstliga-Vergangenheit ist inzwischen wieder in der Handball-Oberliga angekommen.

Doch statt dort, wie eigentlich erwartet, um den Titel mitzuspielen, hat sich der Drittliga-Absteiger auf Platz fünf eingeordnet – punktgleich mit dem dahinter folgenden TuS Rotenburg. Die Wümme-Sieben gastiert am Samstag (19.30 Uhr) in der Geestlandhalle und würde mit einem Sieg an den Mannen aus dem Kreis Stade vorbeiziehen. „Die Chance, die wir nicht haben, wollen wir nutzen. Fredenbeck ist natürlich klarer Favorit“, sagt Rotenburgs Coach Nils Much trotz der Tabellennachbarschaft.

Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme hatte Fredenbecks Coach Florian Marotzke am vergangenen Spieltag fast eine Bruchlandung gegen den SV Beckdorf erlebt. Vor 900 Zuschauern nahm er konsequent im Angriff den Torwart raus, um mit sieben Feldspielern zu agieren. Die Quittung: Die Gäste trafen zehnmal das leere Tor! Dennoch gewann Fredenbeck am Ende mit 31:30. Den Rotenburgern wäre es sicher nicht unrecht, wenn Marotzke dieses Experiment erneut wagen würde, schließlich gilt insbesondere Keeper Yannick Kelm als sicherer Werfer und Torschütze, wenn der gegnerische Kasten verwaist ist. Gerade erst beim 25:18 gegen den VfL Edewecht war er erfolgreich gewesen.

Allerdings gibt es auch noch das eine oder andere Fragezeichen bei den Wümmestädtern, auch hinter Goalgetter Lukas Misere. „Ich habe mir im Edewecht-Spiel einen Nerv oder ähnliches eingeklemmt“, berichtet er. Auch Michel Misere ist angeschlagen, Nick Dräger hat noch Trainingsrückstand und Max Nowosadtko ist verhindert. Für die Spielmacherposition kommt deshalb Fabian Knappik als Back-up in Betracht. Er war nach langer Auszeit wegen seiner Kniebeschwerden erst gegen Edewecht zu seinem Saisondebüt gekommen. Allerdings als Linksaußen. „Da ist er eine gute Alternative“, urteilte Muche nach dem Spiel. Jetzt benötigt er Knappik womöglich an anderer, an alter Stelle, zumal er mit seiner Übersicht ein Spiel auch beruhigen kann.

Einen schweren Verlust mussten die Fredenbecker wiederum Anfang November verkraften. Der aus Österreich stammende Linksaußen Jürgen Steinscherer, mit seinen 33 Toren immer noch bester Werfer des Teams, wechselte in die 3. Liga zum MTV Braunschweig. Mit Paul Mbanefo (Polen) Yakup Köksal (Türkei), Mikkel Obel Thomsen (Dänemark) und Milan Stancic (Serbien) ist der Kader aber immer noch international bestückt. Und auch körperlich dürfte Fredenbeck mit acht Spielern, die mindestens 1,90 Meter messen, klar im Vorteil sein.

„Ich denke, dass Fredenbeck als Drittliga-Absteiger als Favorit in das Spiel geht, wir uns aber auf gar keinen Fall verstecken müssen“, betont Lukas Misere. „Wir müssen uns wie gegen den ATSV Habenhausen und den VfL Edewecht an unser Konzept halten und das über 60 Minuten durchziehen. Nur so werden wir etwas Zählbares mitnehmen können.“ Sein Coach sieht es ähnlich: „Es kommt auf die taktische Disziplin und den Einsatzwillen an“, betont Muche.

maf

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