Badenhop in der Warteschleife

Rotenburgs Abwehr beherrscht diverse Systeme

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Kraftvoll zupacken – eine Grundtugend in der Abwehr, hier demonstriert von Jens Behrens gegen den Barnstorfer Bastian Carsten-Frerichs (am Ball). 

Rotenburg - Nach fast einem Viertel der Saison belegt Aufsteiger TuS Rotenburg in der Handball-Oberliga Nordsee mit 6:6 Punkten den sechsten Platz und liegt damit absolut im Soll. Ein Grund für das bisher gute Abschneiden ist die solide Abwehrarbeit, denn auch in der Oberliga gilt: Spiele werden nicht vorne, sondern in der Abwehr gewonnen.

Rotenburgs Trainer Nils Muche hat es in den letzten beiden Jahren mit viel Einsatz und Energie geschafft, die einstige Schwäche des TuS Rotenburg zu einer Stärke werden zu lassen. Hatte das Team in der vergangenen Saison mit einem Schnitt von 23,6 pro Spiel die wenigsten Gegentore in der Verbandsliga kassiert, liegt die Wümme-Sieben in dieser Saison mit einem Schnitt von 25,8 Gegentoren pro Spiel in der Oberliga an sechster Stelle. Dennoch sieht der Trainer noch Luft nach oben: „Wir haben in dieser Saison in der Abwehr viel weniger Bälle gewonnen, weil oftmals einer geschlafen hat, nicht so griffig wie erforderlich war oder aber auch die Körperlichkeit gefehlt hat. Das muss verbessert werden, damit unser Tempospiel voll zum Tragen kommt“, fordert Muche.

Ein Vorteil ist jedoch, dass der TuS Rotenburg sehr variabel aufgestellt ist und etliche Abwehrsysteme beherrscht. Bevorzugt wird eine 5:1- oder eine offensivere 3:2:1-Deckung. Bei der jüngsten 26:32-Niederlage gegen die HSG Barnstorf/Diepholz haben die Rotenburger in der Schlussphase sogar eine 3:3-Deckung gespielt. „Auch das hat ganz prima geklappt“, findet Muche. Die Barnstorfer hatten denn auch ernsthafte Probleme, zum Torabschluss zu kommen. „Eine 6:0-Deckung haben wir ebenfalls schon gespielt, doch ist diese Variante nicht ganz mehr so wie früher. Unsere Abwehr muss dann alle Gegenspieler intensiv beschäftigen und bekämpfen“, so Muche.

Abwehrmittelblock mit neuer Besetzung

Den wichtigen Abwehrmittelblock bildeten in den jüngsten Spielen meist Christian Hausdorf und etwas überraschend der junge Jens Behrens. Der sonstige Abwehrchef Klaas-Marten Badenhop saß oft nur auf der Bank. „Das lag allein daran, weil Jens seine Sache super gemacht hat und weil zum anderen Klaas wegen seiner Selbstständigkeit viel arbeiten musste und nicht regelmäßig trainieren konnte. In Kürze wird aber auch er auf der Platte stehen, wie es sich seine Fans wünschen“, ist Muche überzeugt. Routinier Badenhop benötigt jedoch regelmäßiges Training, denn sonst fehlt ihm Kraft und Spritzigkeit für den oft spielentscheidenden Job. „Jens Behrens macht seine Sache super“

„Wir haben im Moment sechs Punkte, doch ist das in der gleichmäßig besetzten Oberliga kein Polster. Wir müssen vor allem zu Hause punkten. Daher ärgert mich noch die Auftaktniederlage gegen die SG VTB/Altjührden. Da waren wir viel zu grün“, sagt Nils Muche. Mit welcher Abwehrformation er am Sonnabend (18.30 Uhr) gegen den Elsflether TB spielen wird, verrät er allerdings nicht. „Ich entscheide das kurzfristig und richte mich danach, welchen Eindruck meine Spieler machen“, sagt der Rotenburger Coach. 

jho

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