1:1 im Spitzenspiel bei Treubund Lüneburg

Lucas Chwolka belohnt den RSV für das hohe Risiko

Rotenburgs Andreas Kiel erhielt von Trainer Tim Ebersbach ein Sonderlob, weil er auf seiner linken Seite alle Angriffe der Lüneburger souverän abwehrte. - Foto: Freese
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Rotenburgs Andreas Kiel erhielt von Trainer Tim Ebersbach ein Sonderlob, weil er auf seiner linken Seite alle Angriffe der Lüneburger souverän abwehrte.

Rotenburg - Die Defensivtaktik aus dem Hinspiel warf Tim Ebersbach komplett über den Haufen. Stattdessen schickte der Trainer seinen Rotenburger SV im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga beim Tabellenzweiten MTV Treubund Lüneburg sehr offensiv auf das Feld. Der Mut wurde am Ende mit einem 1:1 (0:0) belohnt – trotz der Ausfälle der fünf Stammspieler Toni Fahrner, Atilla Iscan, Tobias Kirschke, Jelle Röben und Robert Posilek. Mit 34 Punkten bleibt der Wümme-Club damit weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz, während die Lüneburger einen Zähler davor liegen, aber bislang eine Partie weniger ausgetragen haben.

Das 4-4-2-System war aufgrund der Ausfälle für Ebersbach dieses Mal keine Option. Stattdessen vertraute er auf drei Angreifer. Marcello Muniz und Lukas Heller beackerten die Flügel, Yannik Malende lief im Zentrum auf. „Wir haben volle Attacke gespielt. Die drei haben die Verteidiger brutal früh attackiert. Damit haben wir Lüneburg sehr überrascht“, berichtete Tim Ebersbach. Er war vor allem von Malendes Leistung angetan, aber vergaß auch die erneut verlässliche Defensive nicht. „Andi Kiel war als Linksverteidiger eine Granate. Yannick Chwolka hat es im defensiven Mittelfeld sehr gut gemacht. Das war immerhin das erste Mal, das er auf der Position spielt“, lobte der RSV-Trainer.

Ebersbach hatte im Vorfeld keine Punkte beim starken Tabellenzweiten eingeplant, sah dann aber eine ausgeglichene Partie. Timo Kanigowski (25.) und Lucas Chwolka (41.) hatten vor der Halbzeitpause gute Chancen für den RSV. Die Gastgeber hatten wiederum in der 38. Minute durch Malte Meyer ihre beste Möglichkeit. Den Schuss aus fünf Metern entschärfte der RSV-Schlussmann Henner Lohmann mit einem starken Reflex.

Nach dem Seitenwechsel gerieten die Gäste dann schnell in Rückstand. Beim Aufsetzer von Jannik Braun aus 19 Metern war Lohmann machtlos – 0:1 (57.). „Aber danach ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, und Lüneburg hat immer mehr Probleme bekommen“, bemerkte Ebersbach. Folgerichtig gelang Lucas Chwolka in der 70. Minute schließlich der Ausgleichstreffer. Nach einer Hereingabe von Marcello Muniz wurde der Schuss von Jannis Niestädt abgeblockt und landete beim Torschützen.

Henner Lohmann ist stets auf dem Posten

In der Schlussphase hatte der Wümme-Club reichlich Glück. Erst lenkte Lohmann einen Kopfball des Toptorjägers Franke über die Latte (89.), dann fiel eine Bogenlampe von Steffen Hattendorf auf den Querbalken (90.). Somit schaffte es der RSV, einen unverhofften Punktgewinn beim Tabellenzweiten über die Zeit zu retten. „Das Spiel hat mir mal wieder ganz deutlich gezeigt, wie weit wir defensiv schon sind. Es ist ekelig, gegen uns zu spielen“, resümierte Ebersbach nach dem Abpfiff. - vw

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