Rotenburg legt in Relegation vor, hadert aber mit Ausbeute / „Bereicherung für die Verbandsliga“

Bangen um Bruns nach 31:26

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Außer Gefecht: Luka Bruns (l.) nimmt hier die Entschuldigung von Hoykenkamps Alexander Kirchhof entgegen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Den Diver, den die Kollegen vor eigenem Publikum vollführten, schenkte sich Luka Bruns. Stattdessen humpelte der Top-Goalgetter des TuS Rotenburg, gestützt von Mitspieler Jens Koch, mit Schmerzen Richtung Kabine. Schon die letzten Sekunden des Aufstiegshinspiels gegen die TS Hoykenkamp hatte er mit Eisbeutel auf dem rechten Oberschenkel schräg hinter der Bank verfolgt – dort wo er von der Konkurrenz auch die Glückwünsche für den 31:26 (16:13)-Heimerfolg erhalten hatte. Die Landesliga-Handballer von der Wümme haben die Tür zur Verbandsliga mit diesem Sieg ein großes Stück aufgestoßen, wenngleich hinter Bruns' Einsatz im Rückspiel ein Fragezeichen stehen dürfte.

Ob der Fünf-Tore-Vorsprung reicht? „Das werden wir nächste Woche sehen“, meinte Lukas Misere, Rotenburgs Bester. Für Hoykenkamps Trainer Jörn Franke ist die Entscheidung über den Aufstieg indes bereits gefallen. „Das wird Rotenburg sich nicht mehr nehmen lassen“, behauptete er und hielt zur Untermauerung den Daumen und Zeigefinger einige Zentimeter auseinander: „Rotenburg ist so ein Stück besser, da kann man gratulieren.“ Alles nur Understatement, um den Kontrahenten in Sicherheit zu wiegen?

Zumindest fühlen sie sich an der Wümme noch nicht als Verbandsligist. Schon gar nicht nach diesem eher durchwachsenen Auftritt. „Wir hatten uns eigentlich ein bisschen mehr erhofft“, räumte Jens Koch ein. „Bei unseren Chancen hätte der Sieg höher ausfallen müssen. Ärgerlich!“ Das sah auch Steffen Aevermann in seinem letzten Heimspiel als Rotenburger Coach so. „Ich hadere“, gestand er und erklärte: „In den beiden Testspielen gegen die A-Jugend des HSV platzen alle aus ihren Trikots und wir treffen viel aus dem Rückraum. Da hätte ich jetzt einfach mehr Selbstvertrauen erwartet.“

Vielleicht war es aber auch die ungewohnte Situation, die diese Relegation mit Hin- und Rückspiel mit sich bringt. „Vielleicht haben sie zu viel nachgedacht“, so Aevermann. Und er ergänzte: „Das war kein strukturelles Problem, wir wollten Hoykenkamp weit vom Tor weghalten, das ist überwiegend gelungen.“ Gleich mehrfach verpassten es seine Jungs allerdings, ihren herausgeworfenen Vorsprung auszubauen. Besonders offensichtlich war das in der zweiten Hälfte, als Bruns per Doppelschlag das 21:16 besorgt hatte, den Gastgebern dann jedoch neun Minuten kein Treffer gelang und der Vizemeister der Landesliga Weser-Ems auf 20:21 per Siebenmeter durch Nico Skormachowitsch herankam (44.). Immerhin: Die Führung wurde nicht abgegeben, der Vorsprung wuchs sogar kurzfristig durch Bruns – ebenso wie Misere neunfacher Schütze – auf sechs Tore an (29:23/55.). Den Schlusspunkt vor 250 Zuschauern setzte Christian Hausdorf per Strafwurf, nachdem Bruns von Alexander Kirchhof mit herausgestellter Hüfte gefoult worden war.

Jörn Franke ärgerte sich denn auch über zu viele Undiszipliniertheiten sowie Fehlwürfe und lobte den Gastgeber in höchsten Tönen: „Sie haben es in der Deckung sehr gut gemacht. Rotenburg würde in der Verbandsliga eine Bereicherung sein.“

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