Notelf mit vier Altherren

Kocev krönt grandioses Comeback – 5:2

Sidney Kocev ist auf dem Weg zum 5:2 – auch Keeper Benjamin Ulrich hat er aussteigen lassen. - Foto: Freese
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Sidney Kocev ist auf dem Weg zum 5:2 – auch Keeper Benjamin Ulrich hat er aussteigen lassen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Mit der wohl ungewöhnlichsten Notelf hat der Rotenburger SV II seine Negativserie von drei Niederlagen am Stück beendet und den Bezirksliga-Absteiger TuS Zeven im Heimspiel mit 5:2 (1:0) bezwungen. Zum Mann des Spiels avancierte dabei einer, der in dieser Saison bisher „verschollen“ war. Bei seinem Saisondebüt traf der eingewechselte Sidney Kocev gleich dreimal! „Das ist das beste Argument, was er bringen konnte“, wusste auch Co-Trainer Alexander Bese.

Kurios war die Aufstellung schon deshalb, weil Trainer Christoph Drewes aufgrund des Personalnotstandes gleich vier Altherren-Leihgaben in die Startelf beordert hatte – als Außenverteidiger Henning Schwardt und Arthur Dreger, als Sechser Boris Lange sowie als Stürmer den Erste-Herren-Trainer Tim Ebersbach, der zur Halbzeit den Platz für den kurzfristig dazugestoßenen Kocev freimachte, um seine Landesliga-Elf vorzubereiten. Die anderen drei Oldies spielten trotz Altherren-Einsatz am Freitag 90 Minuten durch. „Respekt an die Jungs, es so durchzuziehen“, bemerkte auch Bese. Zumal die Routiniers durchaus überzeugten. „Die können alle noch kicken. Und nach drei Niederlagen in dieser Konstellation den Bock umzustoßen – das ist schon geil“, so der Co-Trainer, der in der zweiten Hälfte an der Linie vom angeschlagenen Patrick Werna unterstützt wurde. Zuvor hatte sich Coach Drewes ebenfalls Richtung Erste verabschieden müssen.

Die Rotenburger erwischten einen perfekten Start und lagen nach drei Minuten durch einen Treffer von Mark-Michael Völker aus spitzem Winkel vorne. Die beste Zevener Chance vergab Maurin-Caspar Rädiger (45.). Nach der Pause folgte der große Auftritt von Sidney Kocev. Eine abgewehrte Ecke von Jewgenij Teichreb setzte er volley zum 2:0 ins Tor (51.). Das 3:0 bereitete er selbst per Eckstoß vor – Edis Din drückte den Ball ins Netz (54.). Zwar löffelte Fynn Graß kurz darauf den Ball clever zum 1:3 unter die Latte (58.), doch vier Minuten später ließ Kocev Gegenspieler Hans zu Jeddeloh alt aussehen und schob überlegt zum 4:1 ein. Nun schwanden allmählich die Kräfte beim bunt gemischtem RSV-Haufen, wenngleich Völker und Kocev immer wieder Nadelstiche setzten. Dennoch keimte bei Zeven Hoffnung auf, als Simon Serra mit Hilfe der Lattenunterkante verkürzte (75.). In der 88. Minute war es damit vorbei. Das 5:2 erzielte – na klar, Sidney Kocev, nachdem zu Jeddeloh, Dominik Heining sowie Nico Viebrock ihn nicht aufhalten konnten und er auch noch Keeper Ulrich umkurvte.

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