Zurück aus Kairo

Jasper Schröder: Die WM ist sein „absolutes Highlight“

Weltmeister und Vize-Weltmeister: Jasper Schröder präsentiert stolz seine Silbermedaille in der Einer- und die Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung.
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Weltmeister und Vize-Weltmeister: Jasper Schröder präsentiert stolz seine Silbermedaille in der Einer- und die Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung.

Zwischen Radsport-Karriere und Schule: Weltmeister Jasper Schröder machte am Montag kurz Stippvisite in Rotenburg.

Rotenburg – Keine 48 Stunden nach dem Gewinn der Silbermedaille in der Einerverfolgung bei der Bahnrad-WM der Junioren in Kairo ging Jasper Schröder schon wieder in Genthin an den Start – mit dem Team des Landesverbandes Niedersachsen stand in Sachsen-Anhalt der Spee-Cup an. Es handelte sich nicht nur um ein Wertungsrennen für die Junioren-Bundesliga, sondern auch um die Deutsche Meisterschaft im Mannschaftszeitfahren. Er habe das viel mehr „für das Team gemacht“, erklärt der 16-jährige Rotenburger und half so mit, die Bronzemedaille einzufahren.

„Mein Teamkollege Noah Balgenorth versucht noch, in den Nationalkader zu kommen und wurde dort beobachtet“, berichtet Schröder. Er absolvierte zusammen mit Balgenorth, Tom Köbernik und Ole Geisbrecht die 50 Kilometer in einer Zeit von 56:59,56 Minuten. Das Rose-Team aus Nordrhein-Westfalen (55:49,97) und das Stevens Juniorenteam aus Thüringen (56:37,63) waren noch schneller. Ärgerlich: Kurz nach dem Start musste Geisbrecht aufgrund eines technischen Defektes aussteigen. „Ihm ist die Kette abgesprungen“, erzählt Schröder. „Außerdem ist er nach einem Schlüsselbeinbruch erst seit zwei Wochen wieder im Training.“ Für Schröder war das Rennen in Genthin gleichzeitig eine Rückkehr an einen Ort, den er mit einem großen Erfolg verbindet. „Letztes Jahr bin ich hier mit der U 17 Deutscher Meister geworden. Die Strecke war exakt dieselbe. Und auch das Wetter war sonnig und so um die 20 Grad“, erinnert sich der junge Radsportler, der nur am Montag für eine kurze Stippvisite in seiner Heimatstadt weilt und die Zeit für einen Friseurbesuch nutzt.

Auf dem Pferdemarkt erkennen Schröder viele Leute

Beim Treffen auf dem Pferdemarkt ist ihm anzumerken, dass er noch immer nicht genau weiß, wie er mit seiner gewonnenen Bekanntheit hier vor Ort umgehen soll, wenn ihm jemand auf der Straße grüßt oder er beobachtet wird, weil er seine WM-Medaillen in die Kamera hält. Nur wenige Minuten verbringt er hier – gut ein halbes Dutzend Passanten sagen in dieser Zeit „Hallo“.

Wenn Jasper Schröder in den kommenden Monaten auf das Jahr 2021 zurückblickt, dann „wird immer die WM sofort als absolutes Highlight im Vordergrund stehen“, sagt er. Schließlich gewann der Youngster in Kairo nicht nur die Silbermedaille in der Einerverfolgung, sondern auch Gold mit der Mannschaft. Vor Ort sei es zum einen „einfach total aufregend gewesen“, zum anderen aber auch eine Umstellung wegen der Wetterverhältnisse. „Das Stadion hatte nur ein Dach über der Bahn. An den Seiten war also alles frei, sodass die Sonne am Nachmittag so gegen 15 Uhr dort hereinschien und auf der Bahn kein Schattenplatz war“, erzählt Schröder, der während seiner Rennen aber keine Sichtprobleme hatte: „Das Visier des Helmes ist fast wie eine Sonnenbrille.“

In Kairo halfen Kühlwesten gegen die Hitze

Auch die Hitze beeinträchtigte ihn kaum – Kühlwesten leisteten Abhilfe. Allerdings „war unsere Vorbereitung vor den Rennen etwas reduzierter“ und „vor allem nach der Quali der Einerverfolgung war ich viel erledigter als in Deutschland“, verrät er. Da half es auch nicht, dass vor dem Finale der Mannschaftsverfolgung eine große und heiße Show veranstaltet wurde. „Die hatten da Feuerwerk und so Flammenwerfer-ähnliche Teile um die Strecke“, erinnert sich Schröder und lacht.

Doch was passiert nun nach dem Doppel-Erfolg bei der WM? „Ein Vereinswechsel kommt auf jeden Fall nicht infrage“, betont Schröder. Der würde frühestens nach der kommenden Saison ein Thema werden. Denn: „Nach dem zweiten Jahr in der U 19 ist es dann wichtig, in welchem Verein man ist“, erklärt Schröder, der sich aktuell im jüngeren Jahrgang befindet.

Gibt es 2022 Unterstützung durch die Sporthilfe?

Neben weiterer Aufmerksamkeit darf er sich 2022 eventuell auf eine Unterstützung durch die Sporthilfe freuen – vor allem aufgrund seiner internationalen Erfolge. „Die vier besten Fahrer aus dem jüngeren U 19-Jahrgang bekommen diese finanzielle Unterstützung“, weiß der Rotenburger, der noch am Montagabend mit seiner Familie nach Hannover reiste, um sein Doppelzimmer im Sportinternat zu beziehen. Das teilt er sich künftig mit seinem Teamkollegen und Kumpel Tom Köbernik. „Ab Dienstag gehe ich dann normal in den Unterricht“, freut sich Jasper Schröder über ein wenig Abwechslung, eine neue Umgebung und eine kurze Erholungspause.

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