Benefizspiel am 18. Mai zugunsten der Hermann-Rieger-Stiftung

Großer Jubel beim RSV – der HSV fährt wieder vor

Die Raute auf der Brust: Der HSV gastiert am 18. Mai im Ahe-Stadion und bestreitet ein Benefizspiel gegen den Rotenburger SV. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Matthias Freese. Im womöglich heißen Meisterschaftsendkampf der Fußball-Landesliga wird der ambitionierte Rotenburger SV zusätzlich gefordert – vom Hamburger SV! Der Bundesliga-Dinosaurier gastiert am 18. Mai (18 Uhr) für ein Benefizspiel zugunsten der Hermann-Rieger-Stiftung an der Wümme.

Die Partie steigt vier Tage nach dem Ende der Bundesliga-Saison und lässt Paul Metternich als RSV-Vorstandsmitglied und Strippenzieher schon jetzt jubeln: „Das ist eine Riesenehre für uns in Rotenburg, das hätte ich nie erwartet. Das gibt ein Riesenspiel.“ Die Karten für die Partie seien derzeit noch „in Druck“, sollen aber in den nächsten Tagen erhältlich sein – unter anderem auch bei der Mediengruppe Kreiszeitung, wie Metternich berichtet.

Rotenburg und der HSV? Richtig, da war doch was: Erst im vergangenen April, kurz nachdem Bruno Labbadia das Traineramt übernommen hatte, gastierten die Hamburger bereits für ein dreitägiges Trainingslager an der Wümme und nutzten dafür die Sportanlage in der Ahe. Die Bedingungen hinterließen anscheinend einen bleibenden Eindruck. „Damals haben wir schon die Fäden gesponnen. Der HSV wusste also, dass wir heiß auf ein Spiel waren. Alle Mühen haben sich jetzt gelohnt.“ Dass es aber so schnell gehen würde, hätten sie beim RSV nicht erwartet, zumal ursprünglich auch der FC Schalke 04 angeschrieben worden war, von dort aber eine Absage eintrudelte.

Matthias Ostrzolek (vorne) gehörte schon 2014 zum Kader des HSV, mit dem Bruno Labbadia in Rotenburg die Zelte aufschlug.

Über eine für den Bundesligisten zuständige Agentur liefen die Verhandlungen, aber auch Ex-Profi Bernd Wehmeyer, als Club-Manager der HSV unter anderem für Freundschaftsspiele zuständig, schaltete sich früh ein und hatte eine Idee, die bei Metternich sofort auf Begeisterung stieß: „Er rief mich an und fragte, ob wir das Benefizspiel für die Hermann-Rieger-Stiftung haben wollten. Da habe ich meinen Vorstand sofort gebeten, der Sache zuzustimmen“, berichtet der Rotenburger Marketing- und Sicherheitsbeauftragte. Somit fließt ein Teil der Einnahmen an die Stiftung, die in Erinnerung des 2014 verstorbenen HSV-Kultmasseurs gegründet worden war. „Ich bin Bernd Wehmeyer sehr dankbar dafür“, betont Metternich, dem es damit gelungen ist, den dritten Proficlub innerhalb von zwei Jahren nach Rotenburg zu locken – 2014 war der Zweitligist FC St. Pauli im Ahe-Stadion, 2015 dann Hannover 96. Mit dem Zuschauermagneten HSV könnte auf der renovierten Sportanlage nun ein neuer Besucherrekord aufgestellt werden.

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