GW Rotenburg hadert nach 2:4 gegen Bremer TV / Ärgerliche-Drei-Satz-Niederlage

Barautzki fehlt noch die Traute

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Philipp Barautzki zeigte ein gutes Spiel gegen Alexander Kranz, unterlag aber im Match-Tie-Break.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Als das gemeinsame Essen anstand, wurde auch den Spielern des Bremer TV von 1896 noch einmal deutlich, dass es ein „Duselsieg“ war, den sie in der Tennis-Oberliga beim TC Grün-Weiß Rotenburg eingefahren hatten. „Deren Kapitän Jannik Schepers hat fünf Mal betont, dass die Partie mindestens 3:3 hätte ausgehen müssen“, berichtete Rotenburgs Trainer Zlatan Burina nach der 2:4-Niederlage gegen den Spitzenreiter. Sein Team steht nach zwei Spielen somit weiter ohne Punkt da – und steckt mitten im Abstiegskampf.

„Das ist eine Katastrophe. Ich habe die ganze Nacht nicht richtig geschlafen“, haderte Burina auch am nächsten Morgen noch. Wohlwissend, dass sogar ein Sieg drin gewesen wäre.

Nach einer Stunde lief auch alles darauf hinaus. Da hatte Lars Rademacher an Position vier den ersten Satz gegen Rico Hesse mit 6:3 für sich entschieden und Philipp Barautzki im Duell der „Zweier“ zwei Breaks gegen Alexander Kranz zum 7:5 genutzt. Doch während Rademacher die Partie der beiden Kreisliga-Kicker – er selbst spielt für den FC Alfstedt/Ebersdorf, Hesse für den TV Sottrum – nach einem kleinen Zwischentief mit einem 6:4 nach Hause brachte, gab Barautzki sein Match noch aus der Hand. Das 1:6 im zweiten Satz war verkraftbar, doch im Match-Tie-Break verspielte er durch leichte Fehler eine 8:6-Führung – 8:10. „Ich hätte mich in den Situationen, in denen es eng wurde, noch mehr trauen müssen. Da fehlt mir leider ein bisschen das Selbstbewusstsein, da ich nicht so viel trainiere und auch keine Turniere spiele“, wusste der 25-Jährige. So blieb die Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktspiel bei SW Cuxhaven unbelohnt.

Gleiches galt für Sebastian Loss, der sich im Spitzeneinzel gegen Jannik Schepers überraschend auf Augenhöhe befand, letztlich aber mit 5:7, 5:7 verlor. „Das war ein gutes Match von ihm. Am Ende fehlte ihm ein wenig die Ruhe, da wollte er zu viel“, meinte sein Coach. Trotzdem war noch alles drin, da Semir Burina seine Partie gegen Niklas Terhorst souverän mit 6:3, 6:4 gewann.

In den Doppeln lief es jedoch nicht rund. Loss/Burina waren gegen Schepers/Kranz chancenlos. Beim Stand von 1:6, 0:4 gaben die Rotenburger aufgrund zunehmender Rückenbeschwerden bei Loss auf. Barautzki/Rademacher führten gegen Terhorst/Hesse bereits mit 5:2, dann aber agierten die Bremer deutlich aggressiver. „Wir haben zu weich gespielt, haben uns immer mehr zurückgezogen, während Terhorst zum besten Mann auf dem Platz wurde. Er kam extrem dicht ans Netz und hat dort jede Möglichkeit genutzt“, bemerkte Zlatan Burina anerkennend.

Für sein Team kommt es im Abstiegskampf nun in zwei Wochen zum vorentscheidenden Heimspiel gegen den TSV Havelse. „Wenn wir da gewinnen, sind wir wieder dabei – sonst hat es sich mit dem Klassenerhalt wohl erledigt“, weiß der Coach.

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