Rotenburg feiert mit 28:23 in Haren eine äußerst gelungene Verbandsliga-Premiere

Misere ist nicht zu stoppen

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Yannick Kelm stand 50 Minuten im Rotenburger Tor und agierte sehr sicher.

Rotenburg - Das klang schon sehr nach guter Laune: „Es gibt zwar immer etwas zu verbessern, doch ich denke, wir können sehr zufrieden sein“, lautete der Kommentar von Trainer Nils Muche nach dem 28:23 (16:9)-Premierensieg des Neulings TuS Rotenburg in der Handball-Verbandsliga Nordsee beim TuS Haren. Trotz der 180 Kilometer langen Anreise dominierten die Gäste vom Anpfiff an bei der Mannschaft, die in der vergangenen Saison nur ein einziges Heimspiel verloren hatte.

„Wir sind gut reingekommen und Haren ist durch unsere konzentrierte Leistung nie richtig ins Spiel gekommen, auch nicht als Jens Koch schon früh die Rote Karte gesehen hat“, befand Muche. Für Rotenburgs Rückraumspieler war bereits nach 14 Minuten Schluss, als er bei einem Tempogegenstoß der Gastgeber seinen Gegenspieler touchierte und prompt vom Feld flog. „Dafür muss man nicht Rot geben“, nahm der Coach seinen Spieler in Schutz. Auch Koch hatte sehr gut ins Spiel gefunden, sodass sein frühes Ausscheiden aufgrund des kleinen Kaders eine doppelte Bestrafung bedeutete.

Der TuS Rotenburg, der 60 Minuten lang eine laufintensive 3:2:1-Deckung spielte, bot eine geschlossene Mannschaftsleistung und hatte keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen. Von Nervosität bei der Premiere in der ungewohnten Liga war nichts zu sehen. Über ein 2:0 ging Rotenburg mit 8:4 in Führung und warf sogar eine 16:9-Führung zur Pause heraus. Die Emsländer konnten nie die schnellen Vorstöße des zehnfachen Torschützen Lukas Misere unterbinden – und auch Luka Bruns und Christian Schaffran (jeweils sieben Tore) waren schwer zu stoppen. Das lag auch daran, weil die Deckung mit einem starken Ex-Heidmarker Yannick Kelm im Tor sehr sicher stand. Kelm spielte die ersten 50 Minuten und wurde dann von Alexander Meyer abgelöst. Rotenburgs dritter Torhüter Denis Jäger stand für zwei Siebenmeter zwischen den Pfosten.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit ließ der TuS Rotenburg nicht die Zügel schleifen, sondern war konzentriert in Abwehr und Angriff. Die Folge davon war, dass der Vorsprung schnell auf 21:13 ausgebaut wurde. Nach knapp 50 Minuten hatten die Gäste erstmals eine Führung von zehn Toren (25:15) herausgeworfen und damit die Weichen endgültig auf Sieg gestellt. „In der Schlussphase sind wir etwas fahrig geworden und haben doch einige gute Chancen liegengelassen, sonst wäre unser Sieg noch höher ausgefallen“, stellte Co-Trainer Maik Hoops später fest. Aber sonst gab es an der Leistung des Aufsteigers nichts auszusetzen.

jho

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