RSV verschafft sich die dringend benötigte Luft im Abstiegskampf

Denkers denkwürdiges Ding – 2:0

Arthur Bossert (links) beschäftigte die Meckelfelder Abwehr immer wieder – so wie hier Cagwar Kaval. Der Rotenburger Offensivmann erzielte auch sein zweites Saisontor. - Foto: Freese
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Arthur Bossert (links) beschäftigte die Meckelfelder Abwehr immer wieder – so wie hier Cagwar Kaval. Der Rotenburger Offensivmann erzielte auch sein zweites Saisontor.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Auch die Eckfahne musste dran glauben, erwies sich jedoch als standhaft. Mit einem Karatesprung flog Stefan Denker ihr entgegen – der angestaute Druck entlud sich beim Mittelfeldspieler des Rotenburger SV im Torjubel der etwas anderen Art. Sein an der Mittellinie begonnenes Solo zum 2:0 (1:0)-Endstand im Heimspiel der Fußball-Landesliga verschaffte der Wümme-Elf die dringend benötigte Luft im Kampf um den Klassenverbleib. Der Vorsprung vor den Abstiegsrängen ist auf fünf Zähler angewachsen.

„Das war schon schwer gegen Meckelfeld, weil sie wenig Fußball spielen“, stellte Routinier Björn Mickelat fest. Nachdem der 33-Jährige mehr als 70 Minuten lang mit viel Übersicht das Offensivspiel angetrieben hatte, verdingte er sich ab der 73. Minute als linker Außenverteidiger, weil der dort aufgebotene Sebastian Czimmeck gelb-rot-gefährdet raus musste. Den Tipp für diese ungewöhnliche Umstellung – ins Spiel kam Robert Posilek – gab übrigens Mickelat selbst. „Ich habe es damals in der vierten Liga schon in Heeslingen gespielt – es war meine beste Saison“, verriet er.

Ebersbach hatte übrigens schon zur Pause Marcello Muniz rausgenommen und Atilla Iscan gebracht, weil der Brasilianer nach einem frühen Foul an Meckelfelds Kapitän Emmanuel Stöver ebenfalls an der Schwelle zum Platzverweis stand. Vor 120 Zuschauern im Ahestadion war diese Agressivität aber auch ein Zeichen dafür, dass der RSV nach dem schwachen Auftritt beim FC Verden 04 (1:2) wieder sein bissigeres Gesicht zeigte. Mit dem 4-3-3-System übten die Gastgeber zudem Druck auf die Abwehr der grün-weiß-gestreiften „Bravehearts“ aus. „Wir wollten vorne gleich stören und haben das gut gemacht“, sah Ebersbach seine Vorgaben umgesetzt – auch weil seine „drei Sechser auf Halbmond“, sprich Lucas Chwolka, Stefan Denker und Timo Kanigowski als homogene Einheit auftraten.

Die frühe Führung durch Arthur Bossert, der nach Mickelats Pass seinem Gegenspieler Stephan Friebel enteilte und mit links versenkte (13.), war da nur eine logische Folge. Das 2:0 durch Denker noch sehenswerter. Über fast den halben Platz ging sein Solo – vorbei an Silko Fraerks und Abwehrchef Stöver, der ihn auflaufen lassen wollte, aber ins Leere blockte. „Stefan hatte ein wahnsinniges Tempo“, meinte Ebersbach.

Auch defensiv stand der RSV gut, insbesondere Mathis Wulff machte seine rechte Seite dicht und zudem Druck nach vorne. „Er hat ein Bombenspiel gemacht und nichts zugelassen“, betonte sein Coach. Meckelfeld besaß im Grunde nur zwei Chancen im gesamten Spiel. Ein Schüsschen von Kristopher Kühn angelte sich Keeper Henner Lohmann gerade noch rechtzeitig vor der Linie (34.), beim Seitfallzieher durch Fraerks machte er sich ganz lang (90.+1).

Zuvor hätte der RSV das Ergebnis aber auch weiter ausbauen können. Posilek frei vor Keeper Dennis Bock (85.), ein Freistoß von Mickelat (88.) oder ein Kopfball von Bossert an den Pfosten (90.) waren nur drei Chancen in der Schlussphase. „Trotzdem tut so ein Sieg richtig gut. Wir haben aber auch gegen den Ball die zehn, zwanzig Prozent mehr als zuletzt investiert“, stellte Ebersbach erleichtert fest.

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