Barkholdt in Start-Sieben / Knappik überzeugt defensiv

Rotenburg bezwingt Tabellenzweiten Bissendorf mit 26:24

Raus mit der Freude: Rotenburgs Rechtsaußen Luka Bruns ballt die Fäuste und bejubelt seinen letzten Treffer zum 26:24 – kurz darauf fallen ihm auch schon die Mitspieler um den Hals. - Fotos: Freese
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Raus mit der Freude: Rotenburgs Rechtsaußen Luka Bruns ballt die Fäuste und bejubelt seinen letzten Treffer zum 26:24 – kurz darauf fallen ihm auch schon die Mitspieler um den Hals.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das war mal wieder ein Spiel wie gemalt für Luka Bruns! Der Linkshänder des TuS Rotenburg, der eine Halbzeit lang im rechten Rückraum und dann wieder als Rechtsaußen auflief, zeigte eine solide Leistung – um am Ende mit zwei ganz starken Aktionen zum Matchwinner zu avancieren. 45 Sekunden vor dem Ende gelang ihm die Zwei-Tore-Führung, einen Wimpernschlag vor dem Abpfiff der alles entscheidende Treffer zum 26:24 (13:11)-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten TV Bissendorf-Holte. Ein gelungener Jahresabschluss für den Handball-Oberligisten von der Wümme, der mit 14:12 Zählern als Siebter das Jahr wechselt.

Die backefreie Pestalozzihalle bleibt eine kaum einzunehmende Festung. Es war bereits der sechste Sieg im siebten Heimspiel, einzig Spitzenreiter OHV Aurich entführte hier die Punkte. Wenngleich die Gäste aus dem Landkreis Osnabrück am Sonntagabend vor rund 300 Zuschauern nahe dran waren, es dem Titelfavoriten gleichzutun. „Wir haben gegen eine sensationell gute Bissendorfer Mannschaft gewonnen. Die spielen 60 Minuten auf einem hohen Level. Das hätte auch gut anders ausgehen können“, stellte Rotenburgs Trainer Nils Muche treffend fest.

Dabei hatte er nach dem enttäuschenden Auftritt bei der TSG Hatten-Sandkrug sein Team spürbar verändert. Der erkrankte Michel Misere gehörte nicht zum Kader, dafür rückte Daniel Barkholdt aus der Reserve prompt in die Startformation und agierte eine Halbzeit lang als Rechtsaußen – vorne wie hinten. „Er hatte es sich verdient und hat es gut gemacht“, bemerkte Muche. Ein Tor erzielte der Youngster auch. Fabian Knappik erhielt ebenfalls das Vertrauen des Trainers von Beginn an – und rechtfertigte es vor allem mit einem präsenten Auftritt auf den Halbpositionen in der Deckung. „Ich fand ihn da herausragend. Er ist auch immer wieder gegen Christian Rußwinkel rausgegangen“, urteilte sein Coach. Bissendorfs Goalgetter und Spielmacher erzielte aus dem Spiel heraus nur vier Tore. Auch dessen Bruder Fabian Rußwinkel (neun Treffer) widmete sich Knappik später noch recht effektiv.

Immer eng am Mann, selbst auf dem Boden: Fabian Knappik (l.) „kümmert“ sich um Bissendorfs Goalgetter Christian Rußwinkel.

Ansonsten sah Muche den Auftritt aber durchaus kritisch. „Wir waren ganz hibbelig, um nach vorne zu kommen und haben vergessen, die Anspiele an den Kreis zu verhindern“, meinte er. Etliche Siebenmeter waren die Folge – von den neun Möglichkeiten nutzten die Gäste aber nur sechs, weil der für die Strafwürfe meist eingewechselte Denis Jäger gleich drei entschärfte. „So richtig in Fahrt sind wir in den 60 Minuten aber nicht gekommen“, ergänzte Muche.

Drei Siebenmeter parierte Denis Jäger bei seinen Kurzeinsätzen.

Zwar gelangen Lukas Misere von seinen 14 Toren allein neun im ersten Durchgang, doch mit mehr als zwei Toren vermochte sich sein Team nie abzusetzen. In der zweiten Halbzeit hatte der Torjäger noch das 17:15 erzielt, dann zog Bissendorf per Siebenmeter von Fabian Rußwinkel auf 20:18 vorbei (46.). Fünf Minuten vor dem Ende zogen sich die Unparteiischen Sebastian Heins und Frank Lüloff (beide TSV Bremervörde) jedoch den Unmut der Bissendorfer zu. Dennis Bormann saß mit einer Zwei-Minuten-Strafe schon draußen, da folgten ihm Christian Rußwinkel wegen eines Fouls an Max Nowosadtko und sein Bruder wegen Meckerns. „Die zweimal zwei Minuten waren natürlich blöd“, formulierte es Gäste-Coach Henning Sohl vorsichtig. „Das war der entscheidende Punkt im Spiel“, wusste auch Muche. „Aber das Spiel war definitiv nicht leicht zu pfeifen.“ Seine Crew nutzte die dreifache und zweifache Überzahl aus und kam durch zwei Misere-Tore zum 24:22 (57.). Nach einer Zeitstrafe gegen Christian Hausdorf verkürzte Bissendorf 32 Sekunden vorm Abpfiff noch auf 24:25 durch Simon Meyer – doch Bruns nutzte ein Zusammenspiel mit Nowosadtko schließlich, um den Sieg einzutüten.

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