Scheeßels Keeper Sebastian Bretzke ist nach kurzem Durchhänger zurück in Topform

„Ich musste was zeigen“

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Scheeßels Torwart Sebastian Bretzke (r., hier beobachtet von Hendrik Bruns) hat seine Form schnell zurückgefunden.

Scheeßel - Von Vincent Wuttke. Sein eigener Auftritt gegen den TuS Westerholz vor einer Woche passte Sebastian Bretzke so gar nicht. Bei der 1:4-Niederlage sah auch er nicht immer gut aus, und so ging er richtig motiviert in das Spiel gegen den TV Sottrum am Ostermontag. „Ich musste ja auch was zeigen nach so einer miserablen Leistung in der Vorwoche“, erklärt Bretzke. Mit zahlreichen Paraden hatte der Torwart seinen SV Rot-Weiß Scheeßel in der Fußball-Kreisliga lange im Spiel gehalten, doch auch er konnte die 2:3-Niederlage nicht verhindern.

So war der 26-Jährige nach der zweiten Derby-Niederlage binnen einer Woche nicht zufrieden. „Wobei wir in der Mannschaft schon gar nicht mehr von Derbys reden. Die verlieren wir schließlich fast alle“, sagt Bretzke schmunzelnd. Während seine Vorderleute oft überfordert mit der Sottrumer Offensive waren, blieb der Schlussmann fehlerfrei. „Ich hatte das Glück, dass die Stürmer mich früh immer wieder angeschossen haben und ich so gleich drin war“, meint Bretzke.

Der Scheeßeler Schlussmann ist sehr ehrgeizig und sieht trotz des starken vierten Platzes des Aufsteigers noch Verbesserungspotenzial. Vor allem eines stört den Towart: die 39 Gegentore nach nun 20 Ligaspielen. „Zwei Dinger pro Spiel sind mir persönlich noch zu viel. Daran arbeiten wir aber“, versichert er. Dabei kann sich Bretzke ganz sicher sein, dass er auf jeden Fall gesetzt ist. Denn er ist aktuell konkurrenzlos. „Ich hoffe aber, dass sich das zur nächsten Saison ändert. Ich würde es besser finden, wenn ich in einer Konkurrenzsituation wäre und mich dadurch noch mehr beweisen müsste“, so der Schlussmann.

Denn er sieht sich noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung. „Meine beste Phase habe ich wohl erst mit über 30 Jahren“, sagt Bretzke. „Das  ist bei vielen Torhütern zu sehen, denn da hat man dann auch die Erfahrung.“ Derweil blickt der Planer im Bereich Haustechnik optimistisch in die fußballerische Zukunft. „Wenn es denn mal etwas werden sollte mit einem Aufstieg in die Bezirksliga und bis dahin kein besserer gefunden sein sollte, würde ich mich auch eine Liga höher zwischen die Pfosten stellen“, scherzt er.

Damit sein Verein seine gute Entwicklung fortsetzt, engagiert sich der 26-jährige auch neben dem Platz. Er ist seit gut eineinhalb Jahren der dritte Vorsitzende des SV Rot-Weiß Scheeßel und fungiert als „Verbindung zwischen Vorstand und den Herrenteams“, wie es Bretzke es nennt. „Unseren Trainer Sven Schumacher dürfte ich nicht so einfach rauswerfen, aber dafür gibt es ja überhaupt keinen Grund. Wir sind froh, dass wir ihn haben“, sagt Bretzke lachend.

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