„An ihm sollten sich einige Spieler ein Beispiel nehmen“ / Zwei Spiele an einem Tag

„Rostiger“ Nagel gehört längst nicht zum alten Eisen

Kreiszeitung Syke

Kreis-Rotenburg - ROTENBURG (lka) · Kopfschüttelnd saß Roland Senger, Coach der BG ’89 Hurricanes, nach dem verlorenen Abstiegsduell gegen die Halstenbeker TS auf der Bank und bemühte sich, die Fassung zu wahren. Die Darbietung seiner Basketballer hatte ihm die gute Laune gründlich verhagelt. Einziger Lichtblick der größtenteils desolaten Vorstellung war der engagierte Auftritt von Knut Nagel. An ihm lag es mit Sicherheit am wenigsten, dass der so wichtige Erfolg verdaddelt wurde.

„Jetzt muss ich erstmal ein Bier trinken“, stöhnte der völlig erschöpfte und ausgepumpte Center der Hurricanes nach der bitteren, weil überflüssigen 66:73-Niederlage. Und wenn sich ein Spieler die Gerstenkaltschale in der Pestalozzihalle verdient hatte, dann der 38-Jährige. Zur Erklärung: Nagel war bereits am selben Tag mit der Reserve-Mannschaft der Hurricanes in Bremerhaven am Ball gewesen. Auch dort wurde ihm alles abverlangt, mit insgesamt 24 Punkten hielt er seine Mannschaft lange Zeit im Spiel.

Die Frage nach möglichen Einsatzzeiten bei der Ersten beantwortete Nagel nach Spiel eins des Tages noch zurückhaltend: „Wenn ich der Mannschaft helfen kann und sie mich braucht, springe ich natürlich gerne ein.“

Wie sehr seine Hilfe einige Stunden später gebraucht werden sollte, konnte der Oldie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen. Doch das emotionslose und von zahlreichen Fehlern durchzogene Spiel zwangen Coach Senger geradezu, auf den Routinier zu setzen. „Er ist mittlerweile fast schon unersetzlich geworden“, weiß auch der Trainer. Und Nagel enttäuschte ihn nicht.

Dem zweiten Vorsitzenden des TuS Rotenburg war es zu verdanken, dass sein Team nicht frühzeitig aussichtslos ins Hintertreffen geraten waren. Imponierend war vor allem die Vehemenz, mit der sich Nagel unter den Körben zur Wehr setzte. Über seine starken 19 Punkte freute sich der Teamplayer aber nicht so recht: „Und wenn ich 30 Punkte gemacht hätte, was hilft es, wenn wir verlieren?“

„An seinem Einsatz und seinen Emotionen sollten sich einige Spieler ein Beispiel nehmen“, weiß Senger um die Bedeutung des erfahrenen Reckens. „Ich habe allergrößten Respekt, wie sich Knut mit Herz und Seele für den Verein einsetzt. Und das, obwohl er durch sein kaputtes Knie gesundheitlich eingeschränkt ist.“

Trotz dieses Mankos gehört der „rostige“ Nagel aber noch längst nicht zum alten Eisen. Im Gegenteil: Die Niederlage wurde erst besiegelt, als Nagel mit hochrotem Kopf und Krämpfen auf der Bank saß. „Mehr ging einfach nicht“, kommentierte er seine Leistung.

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