Landesligist einigt sich mit Ex-Bundesligaspieler / Ebersbach als Fürsprecher

Rose soll es beim RSV richten

Seite an Seite bei der Spielbeobachtung in Bornreihe: Matthias Rose (l.), künftiger Trainer des Rotenburger SV, und Vorstandsmitglied Paul Metternich machten alles klar. - Foto: Freese

Rotenburg - Die wohl größte sportliche „Baustelle“ ist seit Ostern geschlossen: Der Rotenburger SV geht mit Matthias Rose als Trainer in die neue Saison – das bestätigte der Fußball-Landesligist jetzt, nachdem die Einigung zwei Tage zuvor am Rande der Partie bei Blau-Weiß Bornreihe zwischen dem 45-jährigen früheren Bundesligaspieler des Hamburger SV und RSV-Vorstandsmitglied Paul Metternich erfolgt war. „Ich glaube, dass in Rotenburg etwas zu bewegen ist und freue mich auf die Aufgabe“, erklärt Rose.

Beim RSV atmen sie durch. Nach dem kurzfristigen Rückzug André Koopmanns aus privaten Gründen war das Trainerroulette wieder ins Drehen gekommen. „Wir hatten neun Kandidaten“, verrät Metternich. Darunter befand sich, wie er gestand, unter anderem auch Torsten Gütschow, Ex-DDR-Torjäger und ehemaliger Coach des TuS Heeslingen. In die engere Wahl kamen letztlich nur zwei: Andre Schmitz (ehemals TB Uphusen), der dann aber vergangene Woche abgesagt hatte, und eben Matthias Rose. „Die Mannschaft wollte ihn, der Vorstand wollte ihn“, so Metternich.

Rose hat dabei vor allem als Spieler einiges vorzuweisen. Der frühere Defensivmann, der aus Lüneburg stammt, kommt auf sechs Bundesligaspiele für den HSV (unter Benno Möhlmann und Felix Magath), 31 Zweitligaeinsätze für den SV Meppen und VfL Osnabrück sowie 263 Regionalligapartien. „Die Jahre in Osnabrück mit dem Zweitliga-Aufstieg – das war die schönste Zeit“, sagt Rose, der sich selbst als ehrgeizig bezeichnet und als eher introvertiert gilt.

So gut sich seine Stationen als Spieler auch lesen – als Trainer trat er bisher noch nicht allzu groß in Erscheinung. Den TuS Syke coachte der Versicherungsfachmann als Spielertrainer in der Kreisliga, zuletzt dann in der Saison 2012/2013 den TSV Fischerhude-Quelkhorn in der Bezirksliga. „Auf dem Niveau hatte sich das für mich erledigt, doch es ist auch schwierig, höherklassig zu trainieren, wenn man nichts groß vorweisen kann. Aber ich bin sehr motiviert. Dafür habe ich zu lange auf diese Möglichkeit gewartet“, erklärt Rose, der im Besitz der alten B-Lizenz ist.

Da passte es ganz gut, dass er vor einigen Jahren beim Brinkumer SV in der Bremenliga zusammen mit RSV-Routinier Tim Ebersbach gekickt hatte. Der Mittelfeldakteur und Co-Trainer war denn auch sein Fürsprecher. „Fußballerisch sind wir auf einer Wellenlänge“, meint Rose. „Und ich weiß, dass die Mannschaft intakt ist und es viele junge Leute gibt.“ Ausgerechnet das erste Spiel, das der neue Coach von seinen künftigen Spielern zu sehen bekam, ging allerdings mit 1:3 in Bornreihe verloren, auch gegen Eintracht Lüneburg ging die Partie mit 02 in die Hose. „Trotzdem habe ich viele gute Ansätze gesehen“, betont Rose.

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