RSV schlägt Schneverdingen 2:0 / Rathjen vermisst Emotionen / Klützke „möchte nicht drüber reden“

Röben beendet das Zittern

Gedränge im Mittelfeld: Viele spielerische Highlights boten weder der Rotenburger SV (hier rechts mit Mirko Peter und daneben mit Fynn Schnabel) noch Jahn Schneverdingen (vorne mit Oliver Dittmer, links mit David Maria) den Zuschauern. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zum Antrittsbesuch gab´s einen Sieg für den Präsidenten. Nach seiner kürzlichen Rückkehr auf den Chefposten des Rotenburger SV weilte Peter Grewe erstmals wieder beim Heimspiel seines Fußball-Landesligisten – und der präsentierte ihm einen verdienten, aber nicht gerade begeisternden 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den TV Jahn Schneverdingen. Damit beendete der Tabellendritte seine Durststrecke mit drei Niederlagen in Serie (gleichbedeutend mit dem Aus im Titelrennen) und revanchierte sich für das 0:2 im Hinspiel.

Jan Fitschen hatte es richtig eilig nach dem Spiel. Er musste noch zum TSV Ottersberg, seinem künftigen Club, und steuerte nach dem Abpfiff schnurstracks die Dusche an. Die war nötig geworden, weil sich der Rotenburger Coach in der 84. Minute noch selbst für den verletzten Yannik Malende einwechseln musste. Unmittelbar vor Fitschens „Comeback“ – zuletzt hatte er kurz vor Weihnachten gegen Eintracht Lüneburg ausgeholfen – hatte Jelle Röben per Freistoß die Vorentscheidung herbeigeführt. Der Flügelspieler hämmerte den Ball zum 2:0 ins linke untere Eck. Vorausgegangen war ein Foulspiel von Oliver Dittmer an Yannik Malende.

Ein Foul hatte auch zur frühen Führung der Gastgeber geführt. Etwas ungeschickt kreuzte Sven-Oliver Morche im Strafraum den Weg von Malende. „Warum? Ich bin doch da!“, moserte Dittmer mit seinem Mitspieler, ehe Andreas Kiel den fällig Strafstoß verwandelte (9.). Viel mehr sehenswerte Aktionen bekamen die rund 120 Zuschauern nicht serviert. „Wir haben das routiniert runtergespielt“, fand der abermals als Stürmer aufgebotene Innenverteidiger Jannis Niestädt, der selbst die dickste Chance nach einem feinem Doppelpass mit Mirko Peter frei vor Keeper Dennes Gressmann vergab (79.). „Den muss ich machen“, räumte er ein. Wohlwissend, dass es ansonsten kein gutes Spiel war: „Wir tun uns immer schwer, wenn der Gegner tief steht.“

Schneverdingen investierte jedoch kaum etwas, um zum Erfolg zu kommen. „Es war ein emotionsloses Spiel. Dass der RSV wenig Emotionen reinbringt, ist der aktuellen Situation geschuldet. Aber von uns war das in unserer prekären Lage zu wenig. Wir dürfen uns von unserem Platz nicht blenden lassen“, wusste Gäste-Coach Klaas Rathjen nach der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, dass die Abstiegsplätze nur sechs Punkte weg sind.

Sein Team besaß unmittelbar vor dem Pausenpfiff von Referee Jonas Mirbach (SF Sahlenburg) die beste Gelegenheit, die gleichzeitig für den größten Aufreger in einem weitgehend fairen Derby sorgte. Nachdem der Unparteiische ein gefährliches Spiel unmittelbar vor dem Fünfmeterrraum von Fabian Natter gegen Keeper Henner Lohmann nicht ahndete, schloss Schneverdingens Offensivkraft aus spitzem Winkel ab – am kurzen Pfosten klärte Kevin Klützke und nahm dabei auch die Hand zur Hilfe. „Da kann man Elfmeter geben“, fand Rathjen. Und RSV-Kapitän Klützke selbst stellte nach dem Abpfiff vielsagend und schmunzelnd fest: „Da möchte ich nicht drüber reden.“

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