Stegemann siegt in Warendorf

Bellener Hengst Rod Laver beim Bundeschampionat mit Note 9,0 ins Finale

Lena Stegemann sitzt bei der Siegerehrung auf Rod Laver.
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Lena Stegemann gelang mit dem fünfjährigen Hannoveraner Rod Laver der Einzug ins Finale.

Plötzlich Favorit! Mit dem Sieg in der Qualifikation des Bundeschampionats der fünfjährigen Dressurpferde hat sich der Bellener Hengst Rod Laver unter dem Sattel von Lena Stegemann (RV Kirchwalsede) den Einzug ins Finale gesichert.

Warendorf/Bellen – Es war früh am Morgen auf der Warendorfer Dressurbühne, Austragungsort des Bundeschampionats der jungen Reit- und Dressurpferde, als Lena Stegemann mit dem fünfjährigen hannoverschen Hengst Rod Laver auf der Bildfläche erschien. Der gekörte Hannoveraner reagierte äußerst „munter“ auf die für ihn überraschenden Einflüsse, die von außen auf ihn eindrangen.

„Ich hatte nicht so ein gutes Gefühl, dass es dennoch so für uns ablaufen würde“, meinte Stegemann. Die 38-jährige Reiterin vom Feldmannshof in Bellen – Mitglied im RV Kirchwalsede – legte allerdings eine Präsentation aufs Parkett, die es in sich hatte. Als einzige Reiterin erreichte das Duo eine 9,0 und zog damit favorisiert ins Finale am Sonntag ein.

Wer einmal bei diesem Championat mit einem Hengst angetreten ist, der weiß, wie diffizil das Ganze ist. Die Nerven werden dabei mächtig strapaziert.

Esther Maruhn

Nach der mehr als fünf Minuten dauernden Aktivität auf dem Viereck mit ihren beweglichen Reprisen in Trab, Schritt und Galopp sowie verschiedenen Lektionen der anfänglichen Dressur-Ausbildung stand ein Ergebnis fest, das niemand sonst in diesem mehr als achten Stunden laufenden Wettbewerb erreichte: 9.0 – für einen Ritt an die Spitze des 66-köpfigen Feldes, der nach der beginnenden inneren Unruhe des Hengstes in einer „taktischen Meisterleistung“ seiner Reiterin endete, wie es Trainerin Esther Maruhn formulierte. „Das war für Lena nicht einfach, den Hengst in der Spur zu halten. Wer einmal bei diesem Championat mit einem Hengst angetreten ist, der weiß, wie diffizil das Ganze ist. Die Nerven werden dabei mächtig strapaziert.“

Die Einzelnoten für diese glorreiche Vorführung waren die mit Abstand besten, die von den drei Richtern vergeben wurden: im Trab 8,5, im Schritt 9,5, im Galopp 9,0, in der Rittigkeit 9,0 und im Gesamteindruck eine 9,0. Rod Laver und Lena Stegemann werden im nordrhein-westfälischen Warendorf zum engsten Favoritenkreis um den Champion-Titel gehandelt.

Rod Laver ‒ der „Tennisstar“ vom Feldmannshof

Der „Tennisstar“ vom Feldmannshof, der seinem Namen dem einstigen australischen Racket-Helden verdankt, wurde erst jüngst von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) nach einer Sichtung in Warendorf für das deutsche Siebener-Lot für die Weltmeisterschaft der Jungen Dressurpferde in Verden nominiert.

Vom Feldmannshof überzeugte aber nicht nur Rod Laver in Warendorf, sondern auch DeLaurentis, der von Esther Maruhn (RV Kirchwalsede) selbst vorgestellt wurde. Sie kam mit dem DeLorean-Sohn auf eine Wertnote von 8,10. Mit einem siebten Platz im kleinen Finale der sechsjährigen Dressurpferde auf M*-Niveau wartete zudem Andrea Miesner auf. Die Reiterin, die für den RFRV Scheeßel im Sattel sitzt, kam mit Hengst Devino auf eine Note von 8,0. Der Hannoveraner von Dannebrog stammt aus der Zucht von Ilsemarie Wrede und steht schon seit mehr als drei Jahren im Besitz der Familie Miesner.  hr/kk

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