Gegen Osnabrück

Pia Mankertz vor Niedersachsen-Derby: „Die Rivalität ist einfach da“

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Alles im Blick: Beim 77:62-Sieg im Februar glänzte Pia Mankertz mit vier Dreiern und insgesamt 23 Punkten.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Das Niedersachsenduell zwischen den Basketballerinnen der Avides Hurricnes und den Panthers Osnabrück gibt es schon ewig. Es ist quasi die Mutter aller Derbys. Seitdem die BG ´89 dauerhaft der ersten oder zweiten Liga angehört, also seit 2009, standen sich die Rivalen mit Unterbrechungen insgesamt 15 Mal gegenüber.

Vor dem Auftakt der Play-offs am Sonntag (16 Uhr) mit dem Halbfinal-Hinspiel in Osnabrück haben wir mit Hurricanes-Kapitänin Pia Mankertz gesprochen. Keine Spielerin hat bisher häufiger in diesem besonderen Vergleich auf dem Feld gestanden als der 28-jährige Guard. 2010 stieß Mankertz zum Team, absolvierte seither 13 Derbys und erzielte in diesen insgesamt 190 Punkte.

Hurricanes gegen Osnabrück, angesichts der Vergangenheit elektrisiert wohl auch die Spielerinnen beider Teams kein Derby so wie dieses. Gibt es bestimmte Duelle, an die Sie sich besonders erinnern?

Mir bleiben natürlich solche Spiele wie die ersten Play-offs in der Saison 2010/2011 besonders im Kopf. Damals ging bei uns einiges schief, und wenn man heute an das letzte Spiel zurückdenkt, ärgert man sich teilweise noch immer über den Ausgang.

Was macht den Reiz dieser Spiele aus?

Die Derbys gegen Osnabrück sind immer besonders. Zum einen, weil bei den Spielen immer deutlich mehr Fans anwesend sind und die Halle eigentlich immer ausverkauft ist, zum anderen ist die Rivalität einfach da. Es geht schließlich immer darum, wer in der Region der Beste ist.

Sie selbst sind in den Derbys meist auch in Top-Form, haben schon 2010 in Ihrer Premierensaison 29 Punkte im ersten Spiel erzielt. Damals waren Erika Bobo und Toni Thomas dabei …

Pia Mankertz wird nach dem Play-off-Finale 2011 von Osnabrücks Trainerin Hanna Ballhaus (l.) getröstet.

Ja, die eigene Motivation ist dann natürlich auch immer noch ein Stück höher als in anderen Spielen. Und Play-offs sind ja zusätzlich auch noch immer etwas ganz Besonderes.

Die Bilanz aus den bisherigen 15 Derbys in den vergangenen zehn Jahren lautet 8:7 für Osnabrück, in den Spielen, in denen Sie mitgewirkt haben aber 7:6 für die Hurricanes. Sind dieses Mal die Rollen klar verteilt?

In dieser Saison ist Osnabrück natürlich der Favorit.

Was spricht für die Hurricanes, was für Osnabrück?

Dramatik pur: In der Bundesliga-Saison 2012/2013 unterliegen Pia Mankertz (l.) und die Hurricanes mit 91:95.

Wenn man den Kader beider Teams anschaut, fällt der Anteil der Ausländerinnen natürlich direkt auf. Osnabrück versucht ja auch schon länger, wieder in die erste Liga aufzusteigen. Wir haben hingegen unser Saisonziel erreicht und für unsere Region hier in Rotenburg ist es auch deutlich schwieriger, genügend Sponsoren und auch Spielerinnen für die erste Liga zu bekommen. Also werden wir ohne Druck in die Spiele gehen und frei aufspielen können. Mal sehen, inwieweit man die Osnabrücker dann ärgern kann.

Gibt es da im Vorfeld Kontakt zu den gegnerischen Spielerinnen, etwa zu Kata Takács, die schon für die Hurricanes gespielt hat?

Besonderen Kontakt gibt es vorher nicht. Nur nach dem letzten Spiel gegen Halle kam eine Nachricht von Kata, dass sie sich auf uns freut.

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