Mit der richtigen Balance

Hurricanes-Reserve dominiert Spitzenspiel gegen Osnabrück - 68:46

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Die Augen auf den Ball gerichtet, setzt Nele Treblin (l.) die Osnabrückerin Evelyn Arndt unter Druck.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Die Zusammenkunft nach dem Spiel fiel extrem kurz aus. Christian Greve hatte wenig zu sagen, also blieb ihm nur ein Wort: „Glückwunsch!“ Im Spitzenspiel der 2. Regionalliga hatten seine Basketballerinnen der BG ‘89 Hurricanes II den BBC Osnabrück mit 68:46 (40:23) ziemlich abgekocht.

Damit befinden sie sich bei ihrer Mission „Titelverteidigung“ in einer ausgesprochen guten Position. Mit einem Spiel weniger liegt das Team zwei Punkte hinter Tabellenführer ASC Göttingen. Osnabrück scheint seit gestern raus aus dem Rennen zu sein.

„Wir haben es sehr souverän gespielt“, urteilte Greve und dürfte damit auf keine Widerworte stoßen. Von Beginn an fand der Coach im Zusammenspiel mit seinem Team die richtige Balance. „Es geht darum, dass die Jüngeren ihre Minuten bekommen. Der Versuch, immer mindestens eine von den WNBL-Spielerinnen auf dem Feld zu haben, ist aufgegangen“, fand Greve und dachte dabei an die U 18-Kräfte Sina Friedrichs, Tuba Poyraz und Nele Albrecht.

Mirja Beckmann (am Ball) ist Jana Bühren entwischt.

Die Highlights setzten jedoch vor allem Andrea Baden und Mirja Beckmann, zwei Stammkräfte aus dem Team der Zweitliga-Damen, die am Abend zuvor noch in Berlin auf der Platte gestanden hatten. Baden führte nicht nur geschickt Regie und spielte einige gute Pässe, sondern kam auch auf 17 Punkte. Beckmann benötigte etwas länger, um ins Spiel zu finden, war dann aber schwer zu stoppen und erzielte in den letzten drei Minuten obendrein drei ihrer insgesamt vier Dreier, mit denen sie es auf 19 Punkte brachte.

Zeichensprache: Freiwürfe für Andrea Baden (hinten).

Überhaupt waren die Dreier ein probates Mittel gegen Osnabrück, denn gleich zehn davon versenkten die Hurricanes. Auch Nele Treblin mischte sich gleich in den ersten Minuten bei diesem Unterfangen zweimal erfolgreich ein und gab das Startsignal für einen 9:0-Run, der in eine 17:10-Führung mündete (8.). Ein weiterer 15:2-Lauf sollte Mitte des zweiten Viertels beginnen und für eine beruhigende 40:23-Pausenführung sorgen.

So ganz steckten die Gäste von Trainer Jörg Scherz aber noch nicht auf. Luisa Schröder verkürzte auf 41:54 (35.), dann beseitigten Baden und Tuba Poyraz per Dreier jedoch sämtliche Zweifel am achten Sieg im zehnten Saisonspiel. „In der zweiten Hälfte haben sie versucht, mit der Zone unseren Rhythmus zu brechen. Das ist am Anfang gelungen, aber wir kriegen auch das hin und haben einige offene Würfe bekommen, die wir dann versenkt haben“, resümierte Greve bester Laune.

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