Julia Schreiber schießt Stemmen per Hattrick zum Aufstieg / Lack vom Vater / „Da geht noch mehr“

Das Rezept gegen die „Langeweile“

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Die Erfrischung hatte sich Julia Schreiber auf jeden Fall verdient. Die Goalgetterin steuerte schließlich drei Tore zum 4:1-Sieg bei.

Kreis-Rotenburg - Von Mareike LudwigSTEMMEN · Auf dem Platz ist Julia Schreiber eine Spielerin wie jede andere auch. Eine Sonderbehandlung gibt es für die Tochter des Trainers Heiko Schreiber nicht. Im Gegenteil: „Julia bekommt wahrscheinlich sogar noch mehr Lack als alle anderen“, sagt der Vater mit einem Augenzwinkern. Am vergangenen Wochenende dürfte die 19-Jährige aber mit Lobeshymnen nur so überschüttet worden sein, schließlich war es die Goalgetterin des TV Stemmen gewesen, die die Fußballerinnen mit ihrem Hattrick beim 4:1-Sieg im Relegationsspiel gegen den SV Teutonia Uelzen fast im Alleingang zum Landesliga-Aufstieg geschossen hatte.

„Julia hätte sogar noch mehr Tore schießen können. Nach so einem Erfolg kann ich es aber verschmerzen, dass sie ihre Chancen ausgelassen hat“, erzählt Heiko Schreiber schmunzelnd. Und der stolze Vater fügt hinzu: „Sie hat gegen Uelzen ein wirklich gutes Spiel gemacht.“

Das Kompliment dürfte die 19-Jährige gerne hören. Nach ihren ausgelassenen Möglichkeiten gleich zu Beginn der Partie war sie zunächst „sehr geknickt“, wie die angehende Erzieherin gesteht. Nach der Halbzeitpause bewies die Stemmerin dann jedoch ihren Torinstinkt und erhöhte auf 2:0. „Der Treffer hat mir auf jeden Fall viel Selbstvertrauen gegeben. Dadurch habe ich sofort gemerkt, dass da noch mehr geht“, erinnert sich Julia Schreiber.

Mit der Aussage hatte sie Recht, schließlich stellte sie mit ihrem anschließenden Doppelpack zum zwischenzeitlichen 4:0 die Weichen endgültig auf Sieg. Trotz ihrer super Ausbeute war die Angreiferin mit der Partie aber etwas unzufrieden: „Das Spiel war total lahm. Ich war enttäuscht, da ich vom Gegner mehr erwartet hatte. Die Spielerinnen standen nur hinten in der eigenen Hälfte und haben mit langen Bällen agiert“, meint Julia Schreiber, die sich ihre „Langeweile“ durchs Toreschießen sinnvoll zu vertreiben wusste.

Doch nach dem Abpfiff war das Uelzener Gebolze schnell vergessen. Vielmehr konzentrierten sich die Stemmerinnen darauf, den Landesliga-Aufstieg zu feiern. „Nach der Partie war der Jubel aber zunächst noch etwas verhalten. Wahrscheinlich hatten wir alle Angst, dass es wieder nicht wahr ist“, erklärt Julia Schreiber und denkt dabei an das vorherige Wochenende, an dem die Mannschaft aufgrund eines falsch eingetragenen Ergebnisses für eine Stunde in dem Glauben gelassen wurde, dass sie die Meisterschaft gewonnen hatte. „Das war ein richtig doofes Gefühl, als wir dann erfahren hatten, dass wir doch nur Zweiter geworden sind. Dafür haben wir den Aufstieg jetzt richtig gefeiert. Es war total schön, dass selbst nach Winsen-Laßrönne wieder zahlreiche Fans mitgereist waren“, freut sich Julia Schreiber über die tatkräftige Unterstützung.

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