Revision deckt Mängel auf / Rückzahlung droht / Hölldobler prüft Verjährung

Post vom Landessportbund für RSV und SG Unterstedt

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Vieldiskutiertes Bauobjekt: Das Umkleidegebäude bereitet dem Rotenburger SV weiter Kopfzerbrechen.

Und Matthias Freese - Von Julian Diekmann. Eine Grußkarte zu Weihnachten war es nicht, die der Landessportbund (LSB) dem Rotenburger SV und der SG Unterstedt ins Haus geschickt hat – ganz im Gegenteil: Die Revisionsstelle rügt im vorläufigen Prüfungsbericht beide Clubs bezüglich ihrer Baumaßnahmen – Umkleidegebäude beziehungsweise Sporthalle –, die vor rund zehn Jahren bezuschusst worden waren. Rückforderungen stehen nun im Raum.

Während sich Christian Schütze aus der Revisionsstelle des LSB bedeckt hält („Wir sind nur den Vereinen gegenüber auskunftspflichtig“), erklärt Henning Schwardt, Schatzmeister des RSV: „Es ist richtig, dass wir ein Schreiben vom Landessportbund bekommen haben. Auf der letzten Seite listet der LSB eine Feststellung mit acht verschiedenen Punkten auf, zu denen wir uns äußern sollen.“

Weiter will Schwardt darauf jedoch nicht eingehen. „Ich kann sagen, dass es noch Gesprächsbedarf gibt. Wir werden uns im Januar mit dem alten Vorstand des RSV zusammensetzen und danach die offenen Anmerkungen bis Mitte Januar schriftlich beantworten. So haben wir es mit dem LSB vereinbart.“ Ob der LSB auch eine Rückforderung des Zuschusses, der damals in Höhe von 25000 Euro geflossen ist, anstrebt, will Schwardt nicht bestätigen. Die in den Richtlinien geforderten 20 Prozent Eigenleistungen an der Gesamtsumme hat der Verein aber offenbar nicht erfüllt.

Pikant ist es für den RSV vor allem, weil er den vom Stadtrat beschlossenen Zuschuss in Höhe von 72000 Euro für die Eigentumsübertragung des Umkleidegebäudes an die Stadt nur erhält, wenn keine Gelder an den LSB zurückgezahlt und keine Steuerforderungen bedient werden müssen. „Sonst entfällt das ganze Projekt“, bestätigt Bürgermeister Andreas Weber.

Der SG Unterstedt droht die Rückzahlung von 10000 Euro plus Zinsen, wie der Vorsitzende Werner Hölldobler, eingesteht: „Wir haben angeblich zu wenig Eigenleistungen erbracht und sind knapp an den geforderten 20 Prozent vorbeigeschrammt. Wir haben uns aber damals voll und ganz auf die Aussagen und Hinweise des Kreissportbundes verlassen.“ Dass sich am vorliegenden vorläufigen Prüfungsbericht nichts Gravierendes ändern wird, hat Hölldobler inzwischen erfahren. Er sagt aber auch: „Dass nach elf Jahren Hallenbetrieb festgestellt wird, dass wir nicht genügend Eigenleistungen erbracht haben, halten wir für unmoralisch.“ Gleichzeitig sieht Hölldobler in diesem langen Zeitraum aber auch eine Chance: Er lässt derzeit prüfen, ob nicht längst eine Verjährung eingetreten ist und die Forderungen damit null und nichtig wären. Das wiederum könnte dann auch im Fall der RSV gelten.

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