Sottrums Verteidiger verliert entscheidendes Duell / 1:1 gegen Worspwede

Reuters Eigenlob kommt zu früh

Kein überzeugender Auftritt: Marvin Meyer – hier gegen Worpswedes Jan-Henrik Kück (rechts) – startete zwar recht gut in die Partie und hatte in der ersten Viertelstunde starke Aktionen, verblasste anschließend aber komplett.
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Kein überzeugender Auftritt: Marvin Meyer – hier gegen Worpswedes Jan-Henrik Kück (rechts) – startete zwar recht gut in die Partie und hatte in der ersten Viertelstunde starke Aktionen, verblasste anschließend aber komplett.

Sottrum – Keine Frage: Es war die spielentscheidende Szene des 1:1 (1:1) zwischen dem TV Sottrum und dem FC Worpswede in der Fußball-Bezirksliga. Nach einem Zweikampf an der Mittellinie in der 16. Minute ging Derrick Ampofo zu Boden. Der Stürmer des FC Worpswede blieb liegen, wartete nach dem Duell gegen Dominik Reuter auf eine Reaktion von Schiedsrichter Jan-Erik Ramm (SV Eintracht Lüneburg). Der Pfiff gegen den Innenverteidiger des gastgebenden TV Sottrum blieb jedoch aus. Ampofo verstand’s nicht, fragte noch einmal nach. Zu viel für Reuter: „Was willst du eigentlich? Du hast noch keinen einzigen Zweikampf gegen mich gewonnen“, unterstrich der 24-Jährige seine bis dato gute Leistung mit einem ordentlichen Lob an sich selbst.

Worpswedes Stürmer ließ sich auf die Diskussion nicht ein, antwortete zwei Minuten später aber auf seine eigene Art: Nach einem Freistoß aus knapp 40 Metern segelte der Ball quer durch den Strafraum. Ampofo stieg wenige Meter vor dem Tor hoch und netzte zum 1:0 für den Gast. Dabei setzte sich der 20-jährige Angreifer ausgerechnet gegen Reuter durch und entschied damit nicht nur das Duell in der Luft für sich, sondern auch den ersten und entscheidenden Zweikampf.

Zwar ließ sich der TV Sottrum von dem Gegentor aus dem Nichts nicht beirren und ackerte viel, agierte jedoch über die volle Spielzeit schlicht nicht zwingend genug. „Wir haben einfach immer die falsche Entscheidung getroffen“, musste auch Routinier Andreas Kiel nach dem Spiel gegenüber seinem Coach Dariusz Sztorc zugeben. Dieser stimmte in die Kritik prompt mit ein: „Ich bin maßlos enttäuscht, wir haben zwei Punkte verschenkt“, fand der Trainer deutliche Worte.

In der Tat: Für seine Elf wäre deutlich mehr drin gewesen. Schließlich war sie spielerisch überlegen, hatte entscheidend mehr Ballbesitz und schlichtweg die besseren Chancen. Allerdings schaffte es der Wieste-Club nicht, diese zu nutzen – wie in der 24. Minute, als Sinan Reiter unbedrängt über das Tor köpfte. Da die Gäste beispiellos tief hinten drin standen, war es nur wenig verwunderlich, dass Sottrums Treffer zum Ausgleich nach einem Standard fiel. Nach einer scharf geschossenen Ecke von Helge Osmers klärte Ampofo unglücklich ins eigene Tor (44.). Doch anstatt den alten Abstand wieder herzustellen, setzte Worpswede auch im zweiten Durchgang alles auf den einen Punkt. „Fußball spielen konnten die nicht – und wollten es ganz offensichtlich auch nicht. Wie kann man so was denn trainieren? Das geht doch nicht“, kommentierte Sztorc den „bislang mit Abstand schwächsten Gegner“ seiner Sottrumer. Umso enttäuschender sei für ihn daher die Punkteteilung, betonte er und setzte sich daraufhin auf die Ersatzbank, um als letzter Mann auf dem Sportplatz das Spiel noch einmal Revue passieren zu lassen.

Von Lea Oetjen

Körperlich immer robuster: Sottrums Louis Jaugstetter (r.) setzt gegen Lasse Harder nach. Schiedsrichter Jan-Erik Ramm hat das Duell genau im Blick.
Keine Berührung: Matthias Michaelis reißt die Arme hoch, um zu zeigen, dass er seinen Gegenspieler, Worpswedes Philip Gerken (grünes Trikot), nicht foult.

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