Zwei Modelle vorgeschlagen

Handballer planen die Fortsetzung der Saison ab Mitte Januar

Landen die Bälle Mitte Januar wieder im Netz? Der Handball-Verband Niedersachsen plant aktuell mit diesem Zeitpunkt des Re-Starts.
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Landen die Bälle Mitte Januar wieder im Netz? Der Handball-Verband Niedersachsen plant aktuell mit diesem Zeitpunkt des Re-Starts.

Rotenburg – Die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg müssen sich bis zum Samstag die Karten legen. „Wir machen uns Gedanken, was für uns das Beste ist“, sagt Teammanager Johann Knodel und hat sich noch nicht positioniert. Am Wochenende lädt der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) seine Vereine zur Videokonferenz. Es geht einzig und allein um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Die ins Leben gerufene Task Force hat für die Oberliga zwei Modelle erarbeitet. Mögliche Rückkehr nach dem Corona-Lockdown: Mitte Januar oder aber Anfang Februar.

„Egal, was kommt: Ich finde es gut, dass sich der HVN damit beschäftigt hat“, sagt Knodel. Ob ein Restart zu den geplanten Terminen allerdings möglich ist, dürfte die größte Unbekannte in den Gedankenspielen sein. Eine Verlängerung des Lockdowns für den Amateursport könnte die Pläne erneut durchkreuzen. „Normalerweise brauchst du einen Monat Vorlauf, um wieder reinzukommen“, verweist Knodel auf das derzeit nicht erlaubte Mannschaftstraining und ergänzt: „Wenn man nur zwei Wochen Zeit hätte, müsste man mindestens drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche ansetzen.“ Ähnlich sieht es Tobias Naumann, Coach des Ligarivalen SG Achim/Baden: „Sollte der Lockdown verlängert werden, macht ein Start im Januar keinen Sinn“, findet er.

Die Rotenburger Spieler haben von Coach Nils Muche aktuell „Hausaufgaben“ bekommen, um zumindest konditionell und kräftemäßig nicht abzubauen. Erst ein Saisonspiel hatte das Team in der Anfang Oktober gestarteten Spielzeit absolviert – beim TV Bissendorf-Holte war vor rund sieben Wochen eine 17:42-Niederlage herausgekommen. Weitere Spiele gegen die HSG Delmenhorst und beim Elsflether TB fielen aufgrund eines Corona-Falles beim Gegner beziehungsweise auf Wunsch der Kreisstädter aus, ehe der komplette Spielbetrieb unterbrochen wurde. Andere Teams haben immerhin schon drei Partien bestritten.

Neue Staffeln oder Einfachrunde ‒ die Modelle

. Vorschlag 1

- Spielbeginn am 16./17. Januar.

- Neuaufteilung der 29 Oberligisten in drei Staffeln.

- Die jeweiligen Erstplatzierten spielen die Aufsteiger ab Mitte Juni in einer Hin- und Rückrunde aus. Die jeweiligen Letztplatzierten steigen ab. Gegebenenfalls Abstiegsrelegation für die Vorletzten.

. Vorschlag 2

- Spielbeginn 16./17. Januar oder 6./7. Februar.

- Staffelstärken bleiben unverändert.

- Fortgesetzt wird der Spielbetrieb in einer Einfachrunde bis Mitte Mai, in der die Ergebnisse der bisher ausgetragenen Begegnungen berücksichtigt werden.

- Aufsteiger in die 3. Ligen und Absteiger werden ab Mitte Mai in einer Meister- und einer Abstiegsrunde festgelegt. Die Punkte aus der Vorrunde gegen die direkten Gegner werden mitgenommen.

- Sollte es die Pandemie nicht zulassen, kann auf die Meister- und Abstiegsrunde verzichtet werden und eine Wertung der Einfachrunde per Quotientenregelung vorgenommen werden.

Gut möglich, dass diese Ergebnisse hinfällig sind. Das erste Modell sieht nämlich vor, am 16./17. Januar zu starten und die beiden Oberligen mit ihren insgesamt 29 Teams in drei Staffeln aufzuteilen. Die jeweiligen Erstplatzierten sollen dann ab Mitte Juni die Aufsteiger ausspielen, die Tabellenletzten jeder Staffel steigen ab, die Vorletzten bestreiten gegebenenfalls Relegationsspiele.

Bei der anderen ins Rennen geworfenen Variante würde es ebenfalls Mitte Januar oder aber drei Wochen später zum Wiederbeginn kommen. Die Staffelstärken blieben unverändert, allerdings würde nur eine Einfachrunde bis Mitte Mai gespielt, in der die bisherigen Ergebnisse berücksichtigt würden. Anschließend käme es zu einer Meister- und einer Abstiegsrunde. Falls die Corona-Pandemie erneut für Ausfälle oder Unterbrechungen sorgt, wäre eine Wertung der Einfachrunde per Quotientenregelung die Konsequenz.

„Uns ist es wichtig, in den direkten Dialog mit den Vereinen zu treten, um so den Entscheidungsprozess im Präsidium zu unterstützen“, erklärt HVN-Vizepräsident Jens Schoof in einer Pressemitteilung des Verbandes: „Wenn absehbar ist, dass die derzeitig gültigen Allgemeinverordnungen zur Eindämmung der Pandemie einen geordneten Spielbetrieb zulassen, werden wir kurzfristig eine Entscheidung herbeiführen.“ Ziel sei es, den Spielbetrieb bis spätestens Mitte Juli zu beenden.

„Wir müssen jetzt wie ein Schachspieler fünf Schritte vorausdenken und überlegen, welches Modell sich am ehesten zu unseren Gunsten auswirkt“, sagt Johann Knodel. Modell eins hätte den charmanten Nebeneffekt, dass der TuS Rotenburg wieder bei null startet und nicht mit 0:2 Punkten. Der Teammanager will sich nun mit dem Trainerstab (Coach Nils Muche, „Co“ Thorsten Misere, Videoanalyst Udo Brandt) und dem langjährigen Vorsitzenden Friedrich Behrens beraten.

Für den Jugendbereich favorisieren die Mitglieder des HVN-Spielausschusses laut Schoof übrigens einen Beginn zum ersten Wochenende im Februar. Die B-Jugend-Oberliga könne womöglich ab 16. Januar loslegen, da in dieser Altersklasse ab Mai die Deutschen Meisterschaften ausgetragen werden sollen.

Der Verband beabsichtige, die Planungen so anzupassen, dass sowohl die Saison als auch die Relegationen zur Spielzeit 2021/2022 bis zu den Sommerferien durchgeführt werden können. „Damit ab September ein möglichst regulärer Start in die Saison erfolgen kann“, heißt es im Schreiben des HVN.

Von Matthias Freese

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