RSV nach 5:1 in Hesedorf im Bezirkspokal-Achtelfinale

Remis nur zwischen den Niestädts

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Erstmals standen sich Niklas Niestädt (l.) und Jannis Niestädt in einem Pflichtspiel gegenüber. Das Privatduell endete mit einem gefühlten Unentschieden, der RSV siegte aber mit 5:1.

Hesedorf - Von Matthias Freese. Das direkte Duell der Brüder endete mit einem gefühlten Unentschieden – das Ergebnis des Spiels war jedoch eindeutig: Die Landesliga-Fußballer des Rotenburger SV um Kapitän Jannis Niestädt wurden im Bezirkspokal ihrer Favoritenrolle gerecht und siegten mit 5:1 (2:1) bei Bezirksligist FSV Hesedorf/Nartum, in dessen Reihen Niklas Niestädt knapp eine Stunde als Stürmer ackerte und mehrfach seinen Bruder zum Zweikampf forderte.

Im dritten Pflichtspiel musste RSV-Coach Matthias Rose zwar das erste Gegentor mitansehen, doch das störte ihn relativ wenig. „Der Auftritt hat mir sehr gefallen. Wir waren über die ganzen 90 Minuten souverän, haben die Ordnung gehalten und auch nach dem 0:1 nicht die Ruhe verloren“, resümierte er. Nur ein Manko machte er aus – die Chancenverwertung: „Es hört sich arrogant an, aber wir müssen eigentlich drei Tore mehr schießen.“

Zu schnell für Hesedorfs Daniel Wischnewski ist in dieser Szene der Rotenburger Atilla Iscan (r.), dem im Pokalspiel zwei Treffer gelangen und der hier einen Freistoß herausholt. 

Der Bezirksliga-Aufsteiger Hesedorf hielt mehr als eine halbe Stunde nicht nur gut dagegen, sondern ging sogar in Führung. Eingeleitet wurde das Tor von Niklas Niestädt, erzielt von Jannes Otten, der Keeper Henner Lohmann mit einem Heber überraschte (31.). Der Ausgleich ließ allerdings nicht allzu lange auf sich warten. Routinier Tim Ebersbach zirkelte einen Freistoß um die Hesedorfer Mauer herum und unter die Latte. (36.). Jannis Oberbörsch leitete noch vor der Pause im Zusammenspiel mit Ebersbach das 2:1 ein, das er selbst nach Querpass von Sercan Durmaz erzielte (43.). „Auf einmal wachen wir wach und spielen es dann ganz entspannt runter“, bemerkte Jannis Niestädt. „Wir zeigen aber auch, dass wir immer mehr zum Team werden.“

Auffällig ebenfalls: Der RSV machte weiter Druck, ließ nicht nach und spielte bis zum Ende seine Schnelligkeit und Fitness aus. Die logische Konsequenz waren drei weitere Tore der Offensivfraktion. Zunächst kam Atilla Iscan als hängende Spitze zu einem Doppelpack – erst nach Ballverlust von Omke Brase und Zuspiel von Oberbörsch, dann per Lupfer über Keeper Jonas Bohling (71./78.) –, dann gelang auch dem als Spitze aufgebotenen Oberbörsch sein zweiter Treffer nach einem Abwehrfehler (80.). „Das ist dann auch die Qualität, die es nach hinten raus ausmacht“, stellte Niklas Niestädt anerkennend fest.

Er selbst hatte aber auch neben der Vorlage zum 1:0 das eine oder andere private Erfolgserlebnis. So etwa, als er in der dritten Minute den Ball an seinem Bruder vorbeibrachte, aber keinen Abnehmer fand. Nur knapp verpasste der Angreifer indes per Heber neben das Tor eine frühere Führung für Hesedorf (26.). „Dass er Fußball spielen kann, war mir ja vorher klar“, kommentierte Jannis Niestädt die Leistung seines Bruders und lobte vor allem den „guten Pass zum 1:0, bei dem die Fehlerkette bei uns allerdings vorne los geht.“

Unterm Strich war es jedoch ein standesgemäßer Sieg. Nur eines nervte Coach Matthias Rose: Nach dem Abpfiff wollte er erst nicht glauben, dass die vierte Pokalrunde bereits für den 3. August, noch vor Punktspielstart, angesetzt ist. „Dann drehe ich durch“, meinte er – sollte es aber besser lassen ...

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