3:0 in Thedinghausen – TV Sottrum siegt erneut / „Dominanz statt Arroganz“

Reiter kann’s auch aus der Distanz

Alles im Blick: Sottrums Coach Dariusz Sztorc (r.) und Lennart Holzkamm schauen auf drei überzeugende Siege aus drei Spielen und grüßen weiter von der Spitze.
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Alles im Blick: Sottrums Coach Dariusz Sztorc (r.) und Lennart Holzkamm schauen auf drei überzeugende Siege aus drei Spielen und grüßen weiter von der Spitze.

Sottrum/Thedinghausen – An einen Satz kann sich Dariusz Sztorc noch ganz genau erinnern: „Coach, ich mache im Spiel zwei Buden und dann kannst du mich auswechseln.“ Die Ansage hatte Sinan Reiter unmittelbar vor der Partie in der Fußball-Bezirksliga beim TSV Thedinghausen gemacht. Und: Der Stürmer des TV Sottrum sollte Recht behalten. Mit einem 3:0 (2:0)-Erfolg schnappte sich der Wieste-Club die nächsten drei Punkte. Nach drei überzeugenden Siegen aus drei Spielen grüßt die Sztorc-Elf weiter von der Tabellenspitze.

Dabei war die Auswärtspartie „echt nicht so gut“, wie Sztorc gestand. Das Ergebnis sei in Ordnung, allerdings würde sein Team spielerisch immer noch Luft nach oben haben. „Aber mir gefällt, dass wir defensiv absolut nichts zugelassen haben“, freut sich der Trainer. Für seine komplette Abwehrkette fand er ausschließlich lobende Worte – vor allem aber für seinen Sohn Brian, der erstmals von Anfang an randurfte und „ein super Spiel gemacht hat“. Die Defensivstärke des Gegners musste auch Lars Gudegast neidlos anerkennen: „Wir haben uns nicht genügend Torchancen erspielt“, bedauerte der Coach des TSV Thedinghausen.

Defensiv machten es seine Mannen den Gästen anfangs allerdings nicht leicht. Die Sottrumer versuchten es mit langen Bällen auf Reiter, die aber nur bedingt funktionierten. In der 20. Minute fasste sich der Stürmer aus knapp 20 Metern aber ein Herz und netzte mit einem sehenswerten Distanzkracher zum 1:0 für den Wieste-Club ein. Claas Moeller, der ansonsten stark parierende Keeper des Gastgebers, war machtlos. Übrigens genauso wie beim 2:0 – Reiter versenkte einen Freistoß mit viel Gefühl in den rechten Winkel (25.). „Er war für uns mal wieder der Mann des Wochenendes“, lobte Sztorc den Torjäger.

Nach der Zwei-Tore-Führung schalteten die Gäste einen Gang zurück. Sottrum musste nicht auf das dritte Tor spielen, Aufsteiger Thedinghausen fehlten die Mittel, um generell zum ersten Mal in der Bezirksliga zu treffen. „Das war im Endeffekt auch eine Frage des Selbstvertrauens. Meine Jungs strotzen nur so davor. Aber mir ist auf dem Feld wichtig, dass sie Dominanz statt Arroganz ausstrahlen“, betonte Sztorc, dessen Plan in der ersten Minute der Nachspielzeit noch einmal aufgegangen ist.

Nach einem starken Antritt von Denis Neufeld und einer scharf gespielten Flanke in den Strafraum, „stolpern die sich den Ball selbst rein“, berichtete der Trainer. David Niebuhr klärte unglücklich ins eigene Tor.

Mit neun Punkten aus drei Spielen hätte Sottrum nicht besser starten können. „Ja, wir sind oben – aber noch lange nicht da, wo wir hinwollen“, so Sztorc.

Von Lea Oetjen

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